Mittwoch, 12. August 2015

Nichts trennt...

Zwischen uns
schob sich der Tod.
Er drückt schwer.
Kein einziger Stern blüht.
Die Nacht ist mit mir.
Sie umarmt mich gedankenleer.

Dann fühle ich,
als wäre es
deine Hand.
Sie ist mir Licht,
mir Zuversicht,
wie eine gedankliche Brücke
aus Erinnerungen gebaut.

Nichts trennt.
Du bleibst mir auch im Tod 
mehr als nur vertraut.....



Kommentare:

  1. Hallo Edith.
    Hab nun die letzten Texte von Dir nur stlll gelesen.
    Es ist schön, jemanden so lieben zu können, wie Du Deinen Vater liebst.
    Sicher ist das Loslassen sehr schwer für Dich. ... und bestimmt würde er sich über all die schönen Zeilen freuen. Vielleicht tut er das ja auch.
    Mit herzlichen Grüßen,
    Michael

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    1. Lieber Michael,
      ja, es ist ein unsagbarer Schmerz, eben weil mein Vater für mich, uns alle, der Allerbeste war. Er war mein bester, größter, ehrlichster Fan. Er liebte meine Gedichte. Die Fenster waren weit offen, seine Seele konnte nach Oben, damit er über uns wacht...
      Ich danke dir für deine lieben Worte.

      LG; Edith

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    2. Das tut er ganz sicher, liebe Edith.
      Dir, wünsche ich alles Liebe!
      Liebe Grüße,
      Michael

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    3. Danke für deinen Trost, das ist so lieb von dir, dankeschön...

      LG; Edith

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  2. Der erste Satz - "Zwischen uns schob sich der Tod." - ist gigantisch. Das ist genau das, was ich damals empfand, als ich am Bett meiner toten Frau stand .....
    Aber oft braucht es einen anderen, - in dem Fall eine andere - der ausspricht, was im eigenen Sein vorgeht. Heute bin ich längst wieder glücklich verheiratet. Aber DER Satz hat mich elektrisiert ..........

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    1. Danke, Drago. Ja. Manchmal braucht es einen kleinen Satz nur, um einen ganz eigenen Augenblick als Blitz zu empfinden....

      Das *Verhältnis* zu meinem Vater war ein ganz Besonderes. Er war nicht nur mein Vater, er war mein Kamerad, mein Freund, mein Begleiter durch gute und weniger gute Zeiten... Und er übertrug das, was ihn ausmachte, auch auf meinen Mann, auf meine Mädels...Vielleicht durfte er so alt werden (97), weil wir alle an ihm festhielten, weil er unsere Mitte, unsere Stütze war...
      So hat jeder seine eigenen Erinnerungen, auch du. Halt sie fest. Sie machen kein neues Glück kaputt. Im Gegenteil. Wer einmal erfahren hat, was Verlieren heißt, hält ganz sicher doppelt am Glück fest.

      LG; Edith

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