Montag, 8. Mai 2017

Tagebucheintrag

Dies schreibe ich an einem Tag, dem die warme Frühlingskraft fehlt.
Ich sehe leicht belaubte Bäume, gelbe Felder, schon abgemähte Wiesen,
denen nur der Duft von jungem Gras gelassen wurde.
Mich streifen längst vergessene Bilder, als sich einst durch Feld und Wiese
noch ein Bach schlängelte, welcher rechts und links von Kopfweiden
gesäumt wurde. Der Bach wurde eingerohrt, die Weiden geschlagen.
Eine Kette von Erinnerungen.
Die Bilder im Kopf wechseln, als habe sie eine Schwalbe im Flug
aus ihrem Schnabel verloren. Sie wirken heimelig nach in
freundlich unumstrittener Wirkung.
In milder Gelassenheit lege ich den Stift weg und schließe für
kleine Augenblicke meine Augen.
Dann fröstelt mich mitten im Mai.
Und ich stelle mich den Tatsachen der Gegenwart....

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