Freitag, 12. Juni 2026

Manchmal, ein wenig mehr ...*

Mein Weinen sammelt sich,
hängt schwer und voll in meinen Augen.
Es zeugt als Zeichen des Vermissens.

Alles von dir
schieb sich von mir weg
und lässt mich fragen:
Wie gut noch ist tatsächlich dieses Hier?

Mit tut sich's auf als fremder Ort,
in dem du fehlst.
Doch, du bist fort.

Nun, manchmal wage ich ein kleines Lächeln
in dieses schwere Gefühl ....


Im Garten sitzend
Dein Platz neben mir ist leer.
Tränen und Rotwein

Mittwoch, 10. Juni 2026

Gedankliches ...*

Immer fühle ich diesen Bann,
überlasse ihn dem Augenschein,
bis ich von irgendwo einen Ton vernehme.
Ob ich ihm zuhöre, 
während ich ihn höre -
ich glaube nicht.

Oft denke ich,
nur gut, 
dass die Zukunft noch so weit weg ist -
nicht schon nächstes Jahr
oder in zwei, drei Jahren.
Ich brauche sie nicht mehr so wirklich.
Doch meine Kinder und Enkel.

Aber reden steht im Wort,
ja, man redet immer wieder darüber -
öffentlich, oft undurchsichtig
und damit einfach nicht zu verstehen.

Ich wünsche mir nur Frieden ...


Dienstag, 9. Juni 2026

Fehlen ... Vermissen ...*

Ich sitze im Licht.
Wartend. Nur worauf?
Nein, nicht wartend,
es ist ein Zustand des Schwebens.
Es liegt keine Erwartung, keine Spannung,
kein Erkennen darin.
Es ist eine Zeit, 
in der es keine Zeit mehr für mich gibt.

Solch Zustand dauert nie lange.
Dann liegt mein Bedauern darüber
und wieder der Gewinn von Zeit.

Heut wäre unser 53. Hochzeitstag.
Es bleiben - Schwertlilien  fürs Grab und unser Lied dazu ...

Und dazu einen Text von Pedros:

Erst wenn wir unsere Trauer in Dankbarkeit für das Gewesene verwandeln können, sind wir auf dem Weg, den geliebten Menschen aus der Dunkelheit des Todes zurück in ein allgegenwärtiges Licht zu holen. – Es ist wohl einer der schwierigsten, aber auch heilsamsten Transformationsprozesse des menschlichen Lebens.

(Es ist ein zutiefst paradoxer Prozess: Erst wenn wir die Dunkelheit der Trauer ganz durchschritten und durchfühlt haben, gewinnt das Licht der Dankbarkeit die Kraft, den Schmerz zu wärmen. Der geliebte Mensch zieht sozusagen um – von der äußeren Welt fest hinein in unsere innere Landschaft, wo er unsterblich wird.)

© Petros-blogpoesie



Tut mir leid, ich kann einfach noch keine anderen Gedanken aufbringen, kann
nichts anderes schreiben, es muss einfach raus aus mir - Schmerz und Trauer,
Tränen und noch mehr Tränen .... Mein Mann fehlt mir so sehr, überall vermisse
ich ihn ...

Samstag, 6. Juni 2026

Kurzgedanken ...*

Wo nur ist die Spur
Ich suche am Elbufer
Schwanenpaar mit Kind

Sehnsucht streift luftig
einige Sommerboten
Farbenfreudiges

Wann bin ich ganz ich?
Dann, wenn ich mich in dir finde.
Ich und du zum WIR.

Still ruh'n Feld und Wald
Sonnenglut am Horizont
Pferdegetrappel

Ohren und Augen suchen
den Reiter ohne Sattel

Ganz absichtsloses Denken greift nach mir.
Schnelles Wortfinden
Und flüsternd schaffe ich ein Gedicht
ganz ohne Absicht.

Nun wird es
Wiedereinstieg in die Welt
Schritt für Schritt

Samstag
Und schon denke ich
an den Rest vom Wochenende




Freitag, 5. Juni 2026

Nicht leer, aber schwer ...*

Mit dir zu reden,
ein leises Geben,
jedes Wort schwebt still im Raum.
Kein Echo,
kein Hall.
Mein Urteil des Jetzt.

Dann brechen Bilder
in mein Bewusstsein ein.
Sie bleiben über meinem Begreifen.

Nein, ich werde nicht suchen,
doch hören und sehen.
Trotzdem das alles schweigt.

Ich lasse die Stille fallen.

Sie ist nicht leer...


Du gingst, als ob du dich nicht irrst ....



Einst und noch immer ...*

Als es einst ernst wurde, 
schlechter, schlimmer,
dachten wir noch,
wir könnten alles auf die Reihe kriegen,
zur Normalität hin,
es für uns besser machen.

Besser machen für uns?
Es wurde nicht besser,
nur schlechter,
vor allem für dich.

Oft steht die Welt noch still.
Dann komme ich mir begraben vor.

Und dazu, zu meinem Fühlen grad, ein kleines Gedicht von Petros,
aus seinem Buch "Blaublaue Küsse"

Schon
Wird es Sommer, blüht
Die Nacht ohne Trauer
Fehlen die Tränen
Zum Weinen

Schon bist du mir
Zum Dichten nah

Danke, lieber Petros, dass deine Gedanken hier stehen dürfen....



Donnerstag, 4. Juni 2026

Gebete als Stütze ...*

Gebete läutern,
stellen sich nicht nur zum Schmerz, zur Trauer.
Sie werden Trost.
Dies fühlt sich so langsam lebendig an.
Trost wird zum Segen.
Und ich denke, 
meine Worte werden einst noch immer Zeugen sein von dem,
was so unermesslich weh tat  - gefühlte Erinnerungen.

Vielleicht sollte ich die Gebete,
die mich durchwandern, aufschreiben.
Sie tragen das Wissen und den Sinn 
dieser dunklen und hellen Zeit.

Sie öffnen mein Herz ....

Mittwoch, 3. Juni 2026

Zaubern möchte ich können....*


 Nachts übe ich (ohne Bild) mich an dich, an dein Gesicht zu erinnern.
Warum wird es schwächer?
Wieder und wieder versuche ich, 
dich hinter meinen Augen festzuhalten.
Doch nichts hält still,
immer ist da eine Bewegung,
ein kurzer Blick,
ein Aufleuchten deiner Augen,
ein Lächeln -
dann nur ein blasser Schimmer.
Gedanklich strecke ich die Arme aus,
will dein Gesicht fassen,
es streicheln,
doch alles entfleucht.
Liegt dies am anbrechenden Tag?
Bleib hier, flüstere ich.
doch nichts geschieht.

Fort schreitet die Zeit ....