Donnerstag, 22. Oktober 2020

Zwei Achtundzwanziger in der Herbstzeit

Strohblumen schmücken den Wohnraum.
Dieses dauerhafte Gelb leuchtet.
Auch so kann man die Dunkelzeit übersteh'n.

Kerzen erhellen den Abend.
Ganz heimelig wirkt unser Wohnraum.
Nur der Blick aus dem Fenster zeigt uns den Herbst.

Mittwoch, 21. Oktober 2020

Ein Achtundzwanziger

Mein Frühstückstisch ist reich gedeckt -
Äpfel, Walnüsse, Quittengelee -
alles Leckereien aus eignem Garten.

 

Dienstag, 20. Oktober 2020

Drei Achtundzwanziger

Die allerletzten Rosen blüh‘n.

Sie schmücken den herbstlichen Garten.

Er steht im Festkleid und grüßt uns leuchtfarbig.


Die Bäume am Bach beugen sich

als wollten sie dem Rauschen nah sein.

Sein Plätschern tönt weit über das leere Feld.


Über mir ganz lautes Schnattern.

Graugänse fliegen ausgerichtet.

Sie lassen sich auf dem nächsten Feld nieder.


Freitag, 9. Oktober 2020

Gedankliches

 ....und immer so zu gehen durch die Welt
unterm Himmel sich geborgen fühlen
Worte lautlos durch die Stille tragen
heute hoffnungsvoll - und morgen?

Mittwoch, 7. Oktober 2020

.... ein weißes Blatt

 Es gibt Tage, die vor einem liegen
wie unbeschriftete  Blätter.
Nichts eintragen müssen, 
nichts schreiben wollen,
einfach dieses Weiß anschauen.
Ich bin bereit, aus einem weißen Blatt
ein Schiffchen zu falten,
eins, in das ich meine Träume
ins weite Meer schicken kann
Schwimm, denke ich,
es ist gar nicht so schwer,
den Horizont anzusteuern,
der wie ein Strich Meer und Himmel trennt.

Dienstag, 6. Oktober 2020

Natur geatmet

 Die Spitzen ihrer Strahlen
hat die Sonne heute abgelegt,
sich mit Wolken zugedeckt.
Die Stille um uns
umarmt uns freundschaftlich.
Nichts engt ein, nichts belastet,
nichts bremst uns aus.
Der Himmel so nah,
füllt unsere Kräfte auf,
die länger halten,
sich aufbewahren.
Für mich selbst  weiß ich,
so komme ich durch die Zeit.

Corona

 Recht kühl der Morgen.
Und wieder schaut ein Tag ins Ungewisse.
Die Welt (durch Corona) bekommt Risse.
Ein Feind, vor dem man flieht - nur wie -
den man nicht sieht.
Masken, Abstand, usw. - das ist nicht lustig,
nicht mehr heiter -
und Zahlen steigen weiter.....

Montag, 5. Oktober 2020

Es herbstelt

Das Frühlicht im Wald
gehört mir allein.
Durch Stille, 
die vom Himmel fällt,
kehrt Ruhe ein.
Von raschelndem Laub 
werde ich begleitet
und der Fantasie, 
die im Galopp nun reitet.
Dann fällt mein  Gedicht ganz sanft und fein
in den Herbst hinein.