Heute will ich euch mal erzählen, wie ich den Alltag nach dem Motto - Selbst ist die Frau - gestalte.
Ich habe mir eine kleine schnurlose Handsäge gekauft. Die Säge meines Mannes ist mir viel zu unhandlich, weil sie ja viel größer ist. Im Garten stehen noch dickere Äste an den Zaun gelehnt, die nach einem Schnitt rufen.
Es funktioniert ganz gut, sie ist zwar handlich, aber doch auf längere Zeit ein wenig schwer.
Aber mich treibt niemand, ich kann mir die Arbeit einteilen.
Und ich glaube, mein Mann wäre stolz auf mich.
Dann sorgen meine Mädels dafür, dass mir nicht langweilig wird - Kirschen sind zu entsteinen,
einzuwecken oder einzufrieren.
Und meine Kräuterwiese ruft auch täglich laut, Kräuter wollen getrocknet werden für Tee, als Gewürze.
Vormittags tobe ich mich in allem aus, doch ab Mittag kehrt Ruhe ein. Dann sitze ich draußen mit Büchern oder ist sticke an meinem Meisenbild. ODER ich schaue einfach nur in das viele Grün, höre den Vögeln zu, beobachte Insekten. Abends füttere ich dann meinen treuen Freund, den Igel. Er stört sich nicht an mir, schmatzt laut sein Igelfutter und trinkt kühles Wasser. Hat er die Hälfte des Futters gefressen, dann ruht er sich, unweit von mir, auf einem Brett, welches ich eigens für ihn hingelegt habe, aus. Das dauert so eine halbe Stunde, dann frisst er den Rest, läuft noch ein wenig rum, schnuppert, scharrt sich und trollt sich dann.
So vergeht ein Tag um den anderen.
Ach, und ich habe mir einen E-Scooter - Roller gekauft. Ich kann drauf sitzen und wenn er in Fahrt kommt, dann kann ich bis zu 30 kmh schalten, aber sooo schnell trau ich mich nicht. Doch damit komme ich gut auf den Friedhof oder zum Einkaufen oder Lindenblüten sammeln. Ich bin damit unabhängig!