Dienstag, 7. Dezember 2021

Alles verlangsamen

 Manchmal wünschte ich,
die Zeitlupe wäre die bessere Geschwindigkeit.
Dann hätte ich Zeit für die Zeit,
könnte, was schnell ersehnt
langsam genießen,
vieles mit anderen Augen seh'n,
würde Gedanken begrüßen
und deren Sinn sofort versteh'n.
Ich könnte dieses, was passiert,
genau wie es passiert, erfassen.
Doch die Zeit wird selbst nie von allein
Zeitlupe sein.

Montag, 6. Dezember 2021

Stille anders

 Alles ist still.
Anders still.
Nur ein Stern blüht.
Der Weihnachtsstern.
Der Wind macht
sein großes Spiel.
Kahle Bäume bewegen sich,
werden zu Windflüchtern.
.Wir stehen versunken still
und bauen die Brücke -
von Hand zu Hand...

Samstag, 4. Dezember 2021

Geben und nehmen

Es gibt einen Freund, mit dem ich mich bestimmt schon 20 Jahre lang schreibe. Wir haben uns noch nie gesehen, er lebt in der Schweiz. Aber unsere Briefe, Kommentare, Fotos usw. leben eine Nähe, die
einfach schön ist. Er schrieb mir unter ein Gedicht:

 Hallo mein Engel. Ja, du hast recht. Jetzt ist Advents- und Engelszeit. Aber ein Engel hat nicht nur Flügel, sondern auch ein grosses Herz für alle, die es in dieser besinnlichen Zeit nicht so gut haben, wie vielleicht wir. Engel leuchten dort, wo manches Licht nicht hinkommt. Nämlich in die Herzen der Menschen und natürlich auch in das Meine, dass so gross und stark ist wie ein Schweizer Berg. Dein Licht wirkt wie ein Adrenalinstoss für mein Herz und erinnert mich immer daran, dass da jemand weit weit weg ist, so ne kleene, liebe, lustige, von der man nie genug kriegen kann...

Danke, lieber Markus, deine Worte berühren mich, rühren mich sehr an, danke, lieber Freund....

Freitag, 3. Dezember 2021

Die stille Zeit

Längst ist die Stille schon da,
trotzdem es doch überall lärmt.
Längst ist ER uns näher als nah.
Wir spüren die Freude.
Sie wärmt.
Hört,
was es in dieser vorfreudigen Stille
zu hören gibt.
Hört auf Musik, Gesang und Wort
die besagen,
dass ER uns liebt.

Donnerstag, 2. Dezember 2021

Gebet im Advent

 Lieber Gott, ich bitte dich,
lerne uns in dieser schnelllebigen Zeit
neu das Warten.
Sei bei uns, wenn wir im Advent
diese Weihnachtssehnsucht spüren,
die wir mit Musik, Kunst, Worten und Hilfen küren.
Lieber Gott. Öffne im Advent unsere Herzen ganz weit.
Lass alles uns sehen an Freuden, an Leid.
Gib uns die Kraft nah beisammen zu sein,
und lass uns verstehen, dass Krippe und Kreuz
aus gleichem Holz gebaut.
Lieber Gott,
lass uns stets neu wissen,
dass es dich gibt.
Bleib uns vertraut!

Mittwoch, 1. Dezember 2021

Ein gutes Werk - hier wird nicht nur geredet, auch gehandelt

 Meine Tochter und ihre Freundinnen haben sich gekümmert – beizeiten schon.

Sie suchten ein Kinderheim, welches sich über Weihnachtsgeschenke für die Kinder freut.

Und sie haben eins gefunden. Die Kinder schrieben Wunschzettel, auf den meisten stand:

Ich wünsche mir Schokolade, weiter nichts, nur Schokolade.

Aber auch Schals, Mützen, Spielzeug usw. wurden gewünscht.

Wir haben den Kreis der Mädels auf uns Eltern erweitert und haben gestrickt, gehäkelt, gebacken, gekauft. Nun ist alles verpackt. ALLE Kinder bekommen ihre Wünsche erfüllt.

Am Freitag wird alles in Autos verladen und hingebracht.

Man sollte meinen, das es in Kinderheimen an nichts mangelt in Deutschland – mit traurigem Resultat.

Aber jetzt, da es unsere Jugend ein wenig in die eigene Hand nimmt, bin ich mir nicht bang.

Die Mädels sind und waren mit Herz dabei!!!!

Gedanken zum Advent

Liegt noch Spannung in der Luft, wird noch Vorfreude verteilt?
Alle Süßigkeiten von vielen längst gekauft, gekostet...
Mit dem Advent beginnt alles neu, fängt alles an.
Wir wechseln unseren Rhythmus in den des Innehaltens, des
Aufatmens, der inneren Einkehr, der stilleren Zeit.
Wir lassen uns mitziehen in die Hoffnung, singen und reden
von dem, der da kommen wird.
ER kommt ganz klein in die Welt.
ER kommt ganz leise in die Welt.
Selbst die, die nicht glauben, verändern sich.
Niemand verschließt sich den Advents- und Weihnachtsliedern,
alle mögen die Besinnlichkeit bei Kerzenschein.
In solcher Zeit denke ich gern auch mal zurück.
Als Christen hatten wir es gar nicht so leicht.
Selbst von Verwandten wurde man
belächelt. Was war damals der Glaube?
Es gab Menschen, die fühlten sich stark
im Lästern des Glaubens.
Meine Geste blieb das Kopfschütteln, denn
Weihnachten wurde von niemandem
verachtet. Alle feierten die christlichen Feste.
Und nach der Wende wendeten sich dann
viele dem Glauben zu, taten so, als wären sie
ihm schon immer zugetan.
Doch Gott ist die Liebe.......
Ich wünsche all meinen Freunden
und Freundinnen
eine wundervolle Adventzeit,
ein offenes Herz, welches der Seele
jeden Raum öffnet - im Kerzenschein,
im Duft von Plätzchen, in Musik,
in Liedern und Gedichten , in Gebeten.....

Montag, 22. November 2021

Ein frommer Wunsch

 

Langsam, schleichend

schlägt der Abend die Augen auf.

sichtet alles in Mondes Licht,

blickt auch mir ins Gesicht

bevor er sich ruhig,

doch spät,

dann schlafen legt.

Er weiß, heute wird nichts Schweres

in die Dunkelheit fallen,

nichts Lautes wird hallen.

Es wird nur friedliche Schatten geben -

und meinen Wunsch:

Möge es überall friedlich leben,

das Leben...