Freitag, 12. Juni 2026

Manchmal, ein wenig mehr ...*

Mein Weinen sammelt sich,
hängt schwer und voll in meinen Augen.
Es zeugt als Zeichen des Vermissens.

Alles von dir
schieb sich von mir weg
und lässt mich fragen:
Wie gut noch ist tatsächlich dieses Hier?

Mit tut sich's auf als fremder Ort,
in dem du fehlst.
Doch, du bist fort.

Nun, manchmal wage ich ein kleines Lächeln
in dieses schwere Gefühl ....


Im Garten sitzend
Dein Platz neben mir ist leer.
Tränen und Rotwein

8 Kommentare:

Quer hat gesagt…

Der Trauer Raum geben und Neues zulassen, das ist wohl die Devise im Moment.
Ich wünsche dir alles Gute und Tröstliche.
Lieben Gruss,
Brigitte

Petros hat gesagt…

„Nun, manchmal wage ich…“ das ist ein Anfang in deiner Trauer, die ihre Zeit sich nimmt.
Gruß
Petros

Anonym hat gesagt…

Dieses Empfinden, dass alles Vertraute plötzlich fremd geworden ist ... So sehr entwurzelt einen der Tod eines geliebten Menschen, ganz besonders, wenn man so viele Jahre mitsammen verbracht hat. Ich wünsche dir, dass du in den Worten über diesen Schicksalsschlag ein wenig Geborgenheit finden kannst, ich meine, dass deine Gefühle in den Worten wenigstens ein bisschen geborgen werden können. Alles Liebe, Andrea

Edith hat gesagt…

Danke, liebe Brigitte. Es ist ein sehr anstrengender Prozess, weil die Gedanken so oft so sehr zurück laufen ins Gerade. Aber es wird...
Liebe Grüße, Edith

Edith hat gesagt…

Und ich wage immer öfter, Petros, und doch falle ich immer wieder in mir zusammen...
Vielleicht, weil ich mich zu sehr zwinge, ich will vor allen stark erscheinen - ein Fehler sicher.
Herzlich, Edith

Edith hat gesagt…

Liebe Andrea, danke für dein sich Einfühlen. Es wird, es muss doch werden...
Herzlichst, Edith

Petros hat gesagt…

„Wer einen Fehler in seiner Trauer sucht, dem ist der Weg hinab und hinauf doppelt schwer.“

Ich versuche hier eine ganz besonders schmerzhafte Facette des Verlusts: die „Selbstverurteilung in der Trauer“ zu beschreiben.
Wenn wir versuchen, unsere Trauer zu „rationalisieren“, uns fragen, ob wir *zu viel*, *zu wenig*, *zu lang* oder *falsch* trauern, bürden wir uns eine doppelte Last auf.
Der Weg hinab in den tiefen Schmerz und und der Weg hinauf in die Heilung kennt KEINE FEHLER.
Jeder muss diesen schweren Weg für sich selbst begehbar machen.

LG Petros

Edith hat gesagt…

Lieber Petros, dein Wink mit deinen Worten stärk mich gerade und ich danke dir dafür sehr. Ich war auf der Suche nach irgend was für eine Erklärung, die es gar nicht braucht. Nochmals DANKE.
LG; Edith