Donnerstag, 5. Januar 2017

Ich kann so bleiben wie ich bin

Bei euch
muss ich nicht immer nur funktionieren,
nicht immer nur sein.
Ihr freut euch
an meinem Meinen und Deuten,
darf behalten,
auch vergeuden.

Ihr sagt,
ich sei Zentrum für euch
und der *goldene Herd* und -
als Frau, Mutter, Tochter, Oma, Freundin
so viel
mehr wert.
Ich bin in euch aufgeteilt
und immer da.
Ob fern, ob nah,
ich bin präsent:
- im Aufgang der Sonne,
in einem Gedicht voller Wonne,
in gemeinsamer Essenszeit,
im Lied der Lerche
gar nicht weit -

eben für jeden so
wie er mich kennt...

Dienstag, 3. Januar 2017

Bereit

Durchgezogen
durchs Jahresöhr
habe ich
im Jetzt und Hier
mein Sein
neu aufgespult,
bin bereit
für alles Kommende
mit neuer Hoffnung
in meiner Zeit.

Der Versuch


in mir
hallen lautlos
meine gedanken

eine leere staut sich
fraglos im raum
stille stößt mich hinaus
und ich wage
mit einem deiner flügel
zu fliegen
stark genug gefühlt
die blinde spur
zu verlassen
ich kam doch noch immer
davon


Welch ein Winter...

Dem Winter fehlt
die Energie.
Nicht einmal im Wetter
ist sie zu spüren.
Tage und Nächte sind lau,
Wolken verdüstern das Himmelsblau.
Dann fällt Regen...

Gewichte meiner Gedichte

Was ist das Gewicht für mich?
Die Feder in der Hand,
Schneetreiben im ganzen Land,
das neue Jahr
oder das alte Jahr wie es war,
Familienliebe,
Zusammenhalt,
manchmal die Wut zur Faust geballt?
Solches Gewicht
ist das Maß
dieser ganzen Sachen,
die mein Leben schwer,
doch mehr noch
viel leichter machen.

Sonntag, 1. Januar 2017

Allen Freundinnen und Freunden ein gesundes, friedliches 2017

...noch jung ist's
Noch ganz jung ists.
Und doch - schon
wieder mitten drin
stehen wir
mit beiden Beinen
im neuen Jahr.
Ich halte nicht viel
von Fragen:
Wie wird es werden?
Was wird es bringen?
Für mich ist das Jahr
ähnlich einem Gedicht.
Es kommt wie es kommt,
oft bewusst, dann überraschend,
leicht, auch schwer.
Annehmen muss ich alles,
ob gewollt oder ungewollt.
Das Ungewollte
wird mich stärken.
Das Gewollte lässt mich
glücklich sein.

Kommt mit, beschreiten wir es,
alle nach eigenem Willen,
gemeinsam mit ganzer Kraft.

...alles neu

In der Nacht
hob ich die Zeit auf.
Es kostete mich keine Mühe.
Sie war nicht schwer.
Sie war für einen kleinen Augenblick
ganz für mich.
Mir war klar,
die Zeit ist jetzt und irgendwann.
Mehr war nicht nötig...


Mittwoch, 7. Dezember 2016

Bewegung in einem selbst..

Lächelnd sage ich *Hallo* zu denen,
die eine Leinwand so richtig traktieren,
die den Pinsel dann im wahrsten Farbenrausche führen.
Ich mag Menschen, 
die egal wann was wagen
und dann gerade *Nun gerade* sagen.
Ich selbst bin Beispiel,
hab mich dem Dichten verschrieben,
obwohl mir klar ist,
dass so manche/r das viel besser kann.
Vom Schreibdrang stets und ständig angetrieben,
fängt immer wieder neu das Wunder *Lust am Schreiben* an.

Dienstag, 6. Dezember 2016

Mein Sehen
ein Geräusch.

Mein Gefühl
tanzt auf.

Ohne Lidschlag.

Die dunkle Schläfrigkeit
vom Schnee zugedeckt.
Dämmerung.
Weitblick ins Irgendwo.
Am Ende von allem
lagere ich
mich ab.





Freitag, 4. November 2016

Novemberlich

Gestern kamen mit dem Wind 
ganz verwegen Kälte und Regen.
Nun bald der Winter beginnt.
Du malst Bilder, 
ich baue Wortgebäude ins Heute,
damit der Tag uns gelingt.
So fühlt es sich gut novemberlich.

Einfach so...

Einfach so passiert's.
Gerade war man noch knackig und jung,
dann, einfach so, zählt man zu den Alten,
zählt Falten, braucht Brille und neue Gelenke,
macht sich Geschenke, die ich lieber nicht benenne.
Doch ich erkenne, einfach so - das Kind, das ich war.
Mir wird klar, es lebt immer noch in mir,
verwandelt mich zurück zum Ich.
Einfach so!

November

Dunkelstunden. Novemberblues.
Mir scheint, als würde mein Leben
enger in diesem Dämmer.
Ich grabe nach Sonnenstrahlen,
die sich in mir übers Jahr gesammelt haben.
Lichtfinger weisen mir schließlich
doch noch den Tag....
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November. Es ist spät im Leben.
Was wollte ich noch?
Vielleicht Worte meines Gedichtes bewegen,
um sie euch schmackhaft vorzuleben,
um darin meine kleine Seele zu finden,
zu zeigen, wie viel sie noch tragen kann.
Noch dehnt sich die Zeit
weit aus.....

Sonntag, 16. Oktober 2016

...dieser blinde Traum

Wer weckt mich aus träumendem Vergessen?
Wer wird mir begegnen, auf nebelerfülltem Pfad?
Wer begleitet mich in die Nüchternheit der Tage
und wer singt mir die Hymne dieser Nacht?
Meine Augen haben sich an die Ferne gewöhnt,
eine Ferne, die wundersam meine Seele erregt.
Ach, ich vermisse doch nur dieses kleine Bewegen,
das Schlagen deines Herzens,
welches meinem entgegen schlägt.
....es ist dieser blinde Traum,
der den Wunsch hegt, immer weiter zu treiben.
Das Leben - klüger - heißt mich bleiben!