Freitag, 22. Juni 2018

Sommer ist's

Hitze.
Wie üblich.
Sie klebt sich an uns fest,
rückt uns auf den Leib.
Wir werden von Geräuschen erfrischt,
die es bei uns nicht gibt -
der Bach plätschert schwarz.
Wir erfahren,
was wir schon wissen,
und so kommen wir
ohne viele Worte recht weit.
Mich begeistert gerade die Graphik,
die der Staub auf allem hinterlässt.
Der Sommer ist da....

Donnerstag, 21. Juni 2018

Wir vertrocknen

Nach Regen lechzt die ganze Stadt,
heißglühender Sonnenschein
uns schon früh in seinen Fängen hat.
In der Luft hängt sich die Schwüle auf.

Dann fingen die Schwalben an,
tiefer zu fliegen,
die Bäume sich zu biegen,
der Himmel allen Glanz verlor.

Windesbang jagten sich die Wolken
in großer Schnelligkeit,
der Wunsch aller wieder verflog.
Keine Regenzeit!

Mittwoch, 20. Juni 2018

Voll

Bin so voller Schaffen,
voll von Taten, voller Streben,
voll am Gedankenraffen,
voller Leben leben....

Dienstag, 19. Juni 2018

Heeresstraße

Noch heute des Weges bestimmende Zeile
durch Wiesen und Felder sich windet,
Adern in der Natur, heut ohne Eile,
doch noch als Sinnbild sich findet.

Die Heeresstraße als Träger wahnwitziger Träume,
hinführend, kettenrasselnd zum Sieg,
der eines Führers Untergang war und blieb.

Einst zogen Soldaten auf ihr
erobernd das Land,
heute nicht wissend,
wer alles den Tod dort fand.

Zu viel Blut  auf glorreichem Wege
von Menschen euphorisch einst gebaut.
Alle hatten dem Ruhm vertraut.

Ich fahre oft auf der Straße des Reiches,
und was davon noch übrig ist,
es ist das lebendigste Bild eines Willens,
der sich in den Untergang verbiss.

Viele fleißige Hände bauten
und waren glücklich für Brot und Lohn -
ihnen selbst zum Hohn.

Straße des Reiches
heute ein völkerverflochtenes Band -
Frieden fördernd:
Kommt, reichen auch wir uns die Hand.



Montag, 18. Juni 2018

Ich glaube an sie...

Die Liebe ist das Wichtigste
und dies schreibe ich
mit Nachdruck.
Sie ist die einfachste Formel,
in der alles aufgeht.

Halbjahr

Junimitte.
Und wir reden vom Wetter.
Die Sonne hat hier nichts zu lecken,
der Wind schiebt den Regen in die andere Richtung.
Bald dreht sich das Jahr
und Schnipsel meiner Gedichte
werden irgendwo landen.
Ich erfreue mich derweil an den Nachtkerzen,
deren Feuer ich nicht löschen muss.
Alles tönt gut und ich gehe weiter
durch die Furten der kommenden Zeiten.

In sich verziehen

Was nur hat in dein Gemüt
die Finsternis so tief angesiedelt?
Und wer hat dein Reden und Schweigen
so hoch eingemauert?
Ich werfe ein Fangnetz
und spüre wenigstens
den Druck
deiner Hand....

Fußball-WM

...... also, wäre der Ball nicht rund,
ich hätte viereckige Augen :)

Sonntag, 17. Juni 2018

MEIN Grauer

Mein Grauer. Ein Einzelgänger. Schon das vierte Jahr sind wir Freunde. 
Er fliegt über unserem Haus, stößt seinen Ruf aus, der aus einem 
langen Pfiff und drei kurzen Pfiffen hintereinander besteht.
Da wir bei diesem herrlichen Wetter das Wohnzimmer sowieso nach 
draußen verlegt haben, bin ich bereit für ihn, und ich pfeife zurück.
Darauf wartet er, fliegt eine Schleife und kommt nah runter in den Hof.
Er pfeift nochmals und ich antworte ihm. Dabei steht er direkt über mir
in der Luft. So etwas können nur Freunde. Wir wiederholen dies mehrmals
am Tag, und dies fortlaufend wochenlang.
Nun beobachte ich, dass er von jungen Rotmilanen (auch Kornweihen genannt) 
attackiert wird. Sie sind dunkel in der Federfärbung, mein Freund dagegen ist in Grau
gehüllt. Neulich ließ er sich in die Baumkrone einer Blaufichte fallen
und wartete ab, bis keine Gefahr den Himmel verdunkelte. Dann schwang
er sich auf und verschwand. Doch immer und immer wieder kommt er,
lockt mich und ich ihn und ich hoffe, dass ihm sein Revier nicht streitig
gemacht wird. Er ist doch MEIN Freund, MEIN  Alter, MEIN Grauer....


Samstag, 16. Juni 2018

Meinem kleinen Enkel

Bald ist das Schuljahr zu Ende.
Mein Enkel wir gedanklich die Schultür mit einer vorläufigen Endgültigkeit schließen,
da er vielleicht schon intuitiv spürt, dass Schule die kleinste Form des Stresses verkörpert.
Würde er sich umdrehen, dann wäre sein Blick süffisant, spitzbübisch und klug genug
zu wissen, dass deren Leine nicht bis in die Ferien reicht.
Gute Wochen stehen in nächster Zeit an, ohne Druck.
Und wir werden wieder zufrieden das Zeugnis beiseite legen
und mit ihm glücklich sein....