Sonntag, 10. Dezember 2017

Meinen Freundinnen und Freunden einen besinnlichen 2. Advent

Zwischen uns liegt tiefe, schwarze Nacht.
Nur ein Stern blüht.
Der Weihnachtsstern.
Der Wind macht sein großes Spiel.

Kahle Bäume bewegen sich,
werden zu Windflüchtern.
Die Nacht gibt sich schwer,
so, als ob sie sich verbergen will.
Wir stehen versunken still
und bauen die Brücke -
von Hand zu Hand.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Bereit

Nichts läuft schief in diesen Tagen.
Nichts wird versäumt in adventlicher Zeit.
Fehlendes, was kurzfristig aufstößt,
lassen wir im Vergessen verschwinden
und sind für alles bereit.
Früher oder Näher wird sich alles richten.

1. Advent - Euch Lieben einen besinnlichen Gruß

Von Fenster zu Fenster sehen wir Lichter ohne Zahl.
Kerzen brennen, adventlich klingt's aus der Kirche und
dem Radio. 
Vorweihnachtszeit genau so!
Lasst uns das Licht täglich weitertragen
lasst uns zeigen, es ist mit Hoffnung geschmückt.
Lasst zu, dass das Licht der Kerzen alle Menschen
in allen Himmelsrichtungen beglückt.

Donnerstag, 30. November 2017

Zeit

Der Herbst ist vorbei. Der November auch. Bald steht der volle Mond und das Wetter kippt. 
Mit dem Fuß stoße ich die Tür auf, die bedeutungslos für den anbrechenden Abend bleibt, die nur signalisiert, ich bin Daheim.
Mein Atem reicht gerade noch bis durch den Flur, gleich zerreißen Beutel und Taschen meine Arme. Lesefutter wiegt.
Im Hinausschauen in den Garten verschärfen sich kleine Einzelheiten, die ich der sinkenden Sonne gutschreibe.
Gedanklich blättere ich den geplanten Abend durch und entschließe mich, dieses *geplant* zu streichen.
Die Vögel schweigen ja auch in den kommenden Stunden.
Ich harre auf die Plötzlichkeit des Augenblicks.
Und sie kommt, sobald ich mich in den Büchern verliere....

Mittwoch, 29. November 2017

Unser Land

Unser Land.
Noch immer verbrauchen wir es.
Leichtsinnig.
Widersinnig.
Oberflächlich.
Zerstörerisch.

Ich hoffe, es werden Reste bleiben.
Dereinst.

Noch können wir ein Lied davon singen,
denn wir verteidigen unser Land, die Reste.
weit über den Rand hinaus.

Allein mit Worten gelingt nicht sehr viel.

Und doch bereite ich noch manche Stunde vor.
Diese werde ich ziehen und Worte darin dehnen
fürs Augenblickliche.

Es geschieht immer etwas!

Dienstag, 28. November 2017

Wo nur

Komm, lass uns flüchten,
in das Bild, das du uns gemalt.
Dorthin, wo der Himmel rot glüht
und sich im azurblauen Wasser bricht.
Lass uns fliegen, fliehen aus unserer Zeit.
Nur, wo werden wir stranden -
hoffend dort, wo wir nicht hilflos,
nur glücklich sind....

Mittwoch, 15. November 2017

Herbstabfolge

Alles Grau in Grau, die  Umgebung hat nichts zu erzählen, der Horizont verschmilzt, das vorhanden Reale zeigt sich im Nebel als Muster, welches undefinierbar bleibt.
Bilder der Versuchung,  Herbst zu bleiben oder zu vergehen.
Über der Wiese steht ein Drachen, der kurzzeitig alles buntet. Es scheint,  auch ihm fehlt es an Lust,
er stürzt. Dem Wind missfiel seine fröhliche Balance.
Es ist soweit. Die kürzeren Tage rücken unaufhaltsam näher. Alles beginnt zeitig und hört zeitiger auf.
Sei es drum, wir versäumen nichts.

Dienstag, 14. November 2017

Ach, herjee....

Und auf einmal strömt feuchte, kalte Luft in diesen Morgen.
Sofort frage ich, was hatte Bach gegen einen DonnersTag,
warum komponierte er dafür keine Kantate?
Es wär' so schön, könnte ich mich in ihr verlieren,
auf Zwänge verzichten,
meine Sinne auf Schönes richten,
Neues dichten.
So bleiben meine Gedanken einfach am Gartenzaun hängen,
meine Tagträume drängen sich hinaus und daran vorbei.
Mir ist das einerlei,  ich lasse sie gerne fliegen,
bereite mir eigenes Vergnügen
und - das wäre Bach - es ist ja auch noch nicht DonnersTag ;)