Sonntag, 28. August 2016

Schlaf

Schlaf,
du wanderst mit mir durch die Nacht
Aufgewacht bin ich so manche Stunde
Wunde Gedanken halten mich fest

Ach, Schlaf - trag mich fort.
Schenk mir den Rest.

Der Tag

Der Tag stülpt seine Mütze
auf meine Gedanken.
Meine Augen verlieren sich
im Sonnenlicht.
Ob ich nach vorn sehe oder zurück -
der Himmel bleibt gleich.
Selbst die Stille hat ihren eigenen Klang.
Meine Hände werden die Mütze ziehen
bis übers Herz.
Nicht nur mein Lächeln wird warm. 

Der Morgen

Der Morgen, verschlafen noch, schaut mich an.
.Die Nacht hegt keine Absicht, sich zu verlängern.
Die Zeit färbt sich ein.
Mit einem Lächeln ringe ich ihr den Eindruck ab,
wundervoll zu sein....
 

Meinen Töchtern

Die Zeit rast. Alles geht zu schnell.
Schneller, als ich es mir vorstellen kann.
Nichts bleibt ewig.
Immer glaubte ich, ich könnte euer Leben
in meines fügen, um euch den nötigen Schutz
zu bieten.
Sicher bin ich einmal stehen geblieben, habe
nur für einen Moment die Augen geschlossen.
Genau da wurdet ihr erwachsen.
Seid mir entschlüpft.
Doch es gibt diese unsichtbare, nicht durchtrennte
Nabelschnur.
Ihr müsst nur leicht daran ziehen...

Ich will


Unwirkliche Wochenendstille liegt über dem Ort.
Nichts schenkt sich der Zeit, um sie zu beleben.
Unwirklich atmen die Stunden ein und aus und sich fort.
Nur die Schwalben üben das Fliegen.
Mich wendet nichts weg, mich treibt es nicht um
auf die Rückseite der Erde.
Ich werde gelassen und still.
Ich will in atemlosem Schweigen
ganz bei mir sein und bleiben. 

Montag, 11. Juli 2016

Komm...

Komm, setz dich einfach her.
Nimm mich. Was deine Augen lesen, bin ich.
Nah bin ich dir, weil du mich liest.
Wir kennen uns nicht und doch schreib ich dir von mir.
Mache mich wehrlos,  biete Angriffsfläche.
Ich muss das nicht. Möchte es gern.
Wenn du genug hast, klick mich weg, zerreiße mich.
 Werde dann für kurze Zeit in deinen Gedanken bleiben.
Dir manchmal die Zeit vertreiben.
Und dann wirst du dich eines Tages auch daran erinnern,
dass du mich gelesen hast.
Geschrieben lasse ich mich hier.
Vielleicht sitzt du mit mir in der Sonne
oder du liegst mit mir im Gras, vielleicht auch im Bett.
Dies ist doch alles ganz nett.
Ich brauch nicht viel Platz,
nur den für deine Augen und die Zeit für diesen Augenblick.
Vielleicht bist du ja von mir in meinen Gedichten entzückt,
weil du mich noch immer liest?
Dann sind mir doch meine Gedanken ein wenig geglückt.

Du allein weißt, ich bleibe dir

Sonntag, 10. Juli 2016

Frischluft

Der Atem des Waldes
legt sich am Morgen
sommerfreudig auf uns nieder.
Und immer wieder
atme ich
tief ein
und aus.

Und ....

Und doch -
ein Strahl so golden,
in dem sich meine Gedanken
lichtvoll ganz verlieren.

Und auch -
die Nachtigall sucht wehmütig noch
(wie ich) den neuen Tag.

Und bald -
strahlt der Morgen herauf.
Sonnenmächtig wird er uns
verführen.

Und ja -
im Gleichklang Freude erringen
wie ich sie (mit dir)
so sehr mag.

Bach

Blitze wagen sich
zwischen Bach's Kantaten.
Regen findet seinen Weg
in harmonische Fugen,
die des Orchesters Schwung
noch trugen.
Mir fallen die Noten
als Wundervolles
von der Orgel in den Schoß.
Ich träume dahin.
Bach ist so groß!

Freitag, 8. Juli 2016

Der Traum

Meines Vaters Stimme
rief mich heute Nacht.
Wir zogen los
mit leisen Worten auf den Lippen,
die im Walde dann
zu Liedern wurden.
Seine Hand,
er hatte nur die eine,
hielt die meine
und schwang sie
im Takte der Schritte
vor und zurück...

...ich hatte als Kind
so sehr viel Glück....

Donnerstag, 7. Juli 2016

Gedachtes

Taggedachtes
nicht ganz abgelegt
Gedanken nicht in Gänze weggefegt
alle im Abendschatten versteckt
den Kopf gereckt ins Sternenzelt
vergessen für Momente die Erdenwelt
gelächelt sogar
in Liebe gedacht
(für später dann, eine gute Nacht :) )

Dienstag, 5. Juli 2016

Momente
eines gelungenen Einvernehmens
dehnen sich.
Friedfertige Augenblicke
in wenigen Worten.
Zustimmend nicken die Blumen
mit ihren Köpfen,
den Hummeln gehört
mit all ihrem Summen
der Esskastanienbaum.

Lächelnd koche ich
querbeet durch den Garten..








... so anders

Fühle mich abgeschnitten.
Erwarte Aufregung.
Bekomme Schweigen.
Gesichter in Ausdruckslosigkeit.
Gedanken jagen durchs Hirn.
Solche finden in mir keine Bleibe.
Will die Gedanken der anderen fangen,
die neben, vor und hinter mir
durch den Abend schwingen.
Doch ich denke mir Farben und Musik.
Reiße mich damit los.
Spalte mich ab,
um nicht auf der Strecke zu bleiben.

Niemand lächelt in meine Richtung.
Aber sie behaupten mit ihrem Blick
den Durchblick.
Das härtet mich ab.
Und ich gehe meinen Weg.
Und ich träume mich wach.

Die Rose

Inmitten von herrlichem Grün
hat meine Rose 
all ihre Augen aufgeschlagen.
In ihrer Blüte die totale Unschuld steckt.
Beide Hände habe ich
nach ihr ausgestreckt,
nur um zu wagen,
sie sanft zu berühren.
So gern lasse ich mich
von ihrem Duft verführen...



...welch Naturell

Stare und Amseln gefiedert,
fast schwarz wie die Nacht.
Diese Vögel haben sich gedacht,
alle fröhlichen Farben
in ihrer Musik unterzubringen.
Morgens und abends
lausche ich gern ihrem Singen.
Und - wäre ich Malerin
ich würde sie malen -
bunt, ihre Lieder,
immer wieder....

Montag, 4. Juli 2016

Süßes

Mir schmeckt der Tag,
wenn er durchsonnt beginnt.
Meine Lebensfreude
an Zuwachs gewinnt.
Sätze öffnen sich
und Worte blühen wieder.
Auf diesen
lassen sich
Hummeln und Bienen nieder.
Tragen sie fort.
Bereiten die Süße
mir zum Genuss.