Dienstag, 6. Dezember 2016

Mein Sehen
ein Geräusch.

Mein Gefühl
tanzt auf.

Ohne Lidschlag.

Die dunkle Schläfrigkeit
vom Schnee zugedeckt.
Dämmerung.
Weitblick ins Irgendwo.
Am Ende von allem
lagere ich
mich ab.





Freitag, 4. November 2016

Novemberlich

Gestern kamen mit dem Wind 
ganz verwegen Kälte und Regen.
Nun bald der Winter beginnt.
Du malst Bilder, 
ich baue Wortgebäude ins Heute,
damit der Tag uns gelingt.
So fühlt es sich gut novemberlich.

Einfach so...

Einfach so passiert's.
Gerade war man noch knackig und jung,
dann, einfach so, zählt man zu den Alten,
zählt Falten, braucht Brille und neue Gelenke,
macht sich Geschenke, die ich lieber nicht benenne.
Doch ich erkenne, einfach so - das Kind, das ich war.
Mir wird klar, es lebt immer noch in mir,
verwandelt mich zurück zum Ich.
Einfach so!

November

Dunkelstunden. Novemberblues.
Mir scheint, als würde mein Leben
enger in diesem Dämmer.
Ich grabe nach Sonnenstrahlen,
die sich in mir übers Jahr gesammelt haben.
Lichtfinger weisen mir schließlich
doch noch den Tag....
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November. Es ist spät im Leben.
Was wollte ich noch?
Vielleicht Worte meines Gedichtes bewegen,
um sie euch schmackhaft vorzuleben,
um darin meine kleine Seele zu finden,
zu zeigen, wie viel sie noch tragen kann.
Noch dehnt sich die Zeit
weit aus.....

Sonntag, 16. Oktober 2016

...dieser blinde Traum

Wer weckt mich aus träumendem Vergessen?
Wer wird mir begegnen, auf nebelerfülltem Pfad?
Wer begleitet mich in die Nüchternheit der Tage
und wer singt mir die Hymne dieser Nacht?
Meine Augen haben sich an die Ferne gewöhnt,
eine Ferne, die wundersam meine Seele erregt.
Ach, ich vermisse doch nur dieses kleine Bewegen,
das Schlagen deines Herzens,
welches meinem entgegen schlägt.
....es ist dieser blinde Traum,
der den Wunsch hegt, immer weiter zu treiben.
Das Leben - klüger - heißt mich bleiben!

Samstag, 15. Oktober 2016

Egal

Selbst bist du dir abhanden gekommen.
Willst individuell sein, stets aktuell auf höchste Stufe der Zeit sein,
jagst allem Neuen hinterher, verpasst auf diese Art und Weise
um so viel mehr, bist dadurch in meiner Gedankenschleife
sackgassig hängen geblieben.
Noch habe ich dich nicht ganz vertrieben, weil ich denke,
meine Gedanken um dich lösen sich auf - ganz von allein -.
Eines Tages wird es so sein, und - halt dich fest - es geschieht,
weil du mir am Herzen liegst, bis du erkennst, dass der Wert in dir
selber ruht. Machs mal gut!

Mittwoch, 12. Oktober 2016

... für uns

Gern würde ich öfter ausharren, warten,
doch die Zeit hält nicht still.
Sie vergeht.
Jahr um Jahr verweht.
Ich werde älter dabei.
Mir ist das einerlei - ich habe dich -
und dann halten wir die Zeit für uns an.
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Niemals haben wir uns zu wenig gegeben
doch vielleicht zuviel verlangt vom Leben...

Fliegen

Bin auf dem Teppich geblieben,
doch gebe ich zu - manchmal fliegt er mit mir -
um mein Traumdepot zu füllen.
Ich verteile sie gern, meine Träume,
selbst auf Raten, kostenlos gar.
Vielleicht wirst du von einem eingeholt.

Dienstag, 11. Oktober 2016

Häuten

Wie Zwiebeln häute ich oft meine Worte -
Haut für Haut schäle ich sie bis zur Mitte
und finde... Liebe....

Montag, 10. Oktober 2016

Hoffnungsfroh

.....und immer so zu gehen durch die Welt
unterm Himmel sich geborgen fühlen
Worte lautlos durch die stille tragen
heute hoffnungsvoll - und morgen?
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Worte sind oft Keime der Hoffnung.
Sie schmeicheln seidig,
verlocken begierig, fesseln sofort
und lösen in der Tiefe
ein ganz bestimmtes Gefallen aus,
klingen nach,
schenken einen Hauch von Unfassbarem
und widerstehen dem Vergessen.

In meiner Welt

In meiner Welt haben so nach und nach
manche Dinge ihre Ordnung verloren.
Dem Blick nicht mehr gefällig,
dem Gehör unvertraut, haben sie sich
über Jahre aufgebaut.
In ihrer Unordnung lasse ich sie einfach walten.
Es ändert nichts. Wir bleiben doch die *Alten*.