Ich mag mein Alter.
Irgendwann in der Zeit
trat ich es an.
Es begann mit einer Art Jugend,
ihr ließ ich darin bestmöglichen Platz.
als wär's das erste Mal.
Dann, morgens sich gut gefühlt,
abends bezwickt und bezwackt -
so macht das Alter sich langsam breit.
Der Raum für die Müdigkeit
wird größer und größer.
Und plötzlich steht man im Winter - ergraut.
Doch noch keinesfalls farblos, abgeschlafft,
nur ein wenig abgebaut.
4 Kommentare:
"Nette" Be-schreibung, liebe Edith. Natür-lich sollte das Alter auch allmählich voranschreiten, damit man sich "daran gewöhnen" kann, hinein-leben kann. Nur heutzutage überrascht eine das Alter manchmal bereits in jüngeren Jahren, da wo man mitten im Leben.....stand.
Damals, mit 36, bin ich voll aus dem Leben gerissen worden. Nichts war mehr wie vorher. Und als wäre eine "Sache" nicht genug gewesen, nein, es ging weiter und so schritt "Das Alter" auch viel rascher voran. Ich musste irgendwie auch geistig schneller reifer werden. Durch Medikamente (Cortison - Langzeit-Therapie) bin ich damals zügig dick-er geworden. Jeweils 15 kg in einem vierteln Jahr und dann dauerte es auch nicht mehr lange und die nächste, gefährlichere Krankheit stellte sich ein. Danach wurde man in die künstlichen Wechseljahre versetzt. Da war ich Anfang vierzig........ Es ist alles so durcheinandergekommen. Ich hab' nicht wirklich kontinuierlich altern können, wie "normal". Mit einem Mal war ich "auf der anderen Seite", merkte ich dann immer an. Von der Schlanken zur Dicken (Alten) und......ich habe nie wieder alles abgenommen. Und durch die Anti-Hormone hat sich auch mein Wesen verändert.....so wie jetzt, nach der zweiten Brust OP auch. Nur, dieses Mal weiß ich darüber - aus Erfahrung - besser Bescheid und wie das am besten zu handeln ist. Für den Mann war das auch eine Achterbahnfahrt.....Aber auch die Männer werden älter.......
Heute bin ich auch geistig gereift, durch viele Erfahrungen gegangen, habe mir Wissen angeeignet und so gut es ging so manch' spirituelle Richtung gelebt. Genau DAS hat mich am Leben erhalten!
Und jetzt, mit 62, und gerade in der letzten Zeit, bin ich auch sichtlich, äußerlich im Gesicht älter geworden........ Manchmal, wenn ich vor dem Spiegel stehe, ziehe ich so (beidseitig) die Haut ein Stück glatt und dann denke ich: Ahhh, jetzt ich erkenne Dich wieder........
Oha, jetzt habe ich aber Deine Zeit genug in Anspruch genommen.
Herzlichste Grüße an Dich
Rosi
Ja, liebe Rosi, du bist schon durch viel Schmerz gelaufen, viel Weh hat dich noch immer im Griff. Ich weiß teils, wovon du schreibst, habe ich doch mit meiner Jüngsten auch ähnliches Leid durch. Mit 36 wurde ihr Unterleib leer geräumt, die Hormone spielen noch immer verrückt, sehr viel dicker geworden kam dazu ...
Das Leben ist nicht immer einfach. Es drischt zu, wenn man es gar nicht erwartet. Und doch, das Leben hält fest. Und du auch an ihm, genau wie meine Tochter.
Weiter geht es immer irgendwie. Und das Irgendwie ist nicht immer gut.
Der Mensch hält viel aus, stimmts?
Dir wünsche ich einen großen, guten Rest des Lebens, einen lebbaren, erträglichen...
Herzlichst, Edith
Danke, liebe Edith. Ja, diesen lebbaren Rest brauchen wir alle, wenn wir in ein gewisses Alter kommen, wo die Gesundheit zu wünschen übrig läßt.
Ich denke manchmal auch, hätte ich früher schon gesünder gelebt oder wäre nicht so viel schwofen gegangen, nicht so lange mit der Band umhergezogen und hätte vielleicht lieber eine Reise gemacht, als es dann endlich möglich war. Aber getan ist getan,....geworfener Stein, gesagtes Wort,.....vorbei......die Zeit und jetzt lebe ich mit den Konsequenzen. A-b-e-r,......da ist auch noch dieses System, daß uns bewußt krank macht, mit allen nur erdenklichen Mitteln. An gesunden Menschen verdient die Pharmaindustrie nichts und.....es geht nicht "nur" ums Geld.
Liebe Edith, ich denke, wir richten uns das restliche Leben nach unseren Möglichkeiten am besten so gut wie möglich ein. Ja, das versuchen wir, denke ich, jeden Tag.
Alles Liebe Dir
Herzlichst Rosi
Liebe Rosi, früher sagten wir: hätte, hätte, Fahrradkette ....
Sei dankbar, DASS du so viel in früherer Zeit erlebt hast. Die Erinnerungen daran werden dich manchmal sicher zum Schmunzeln bringen, zum Lachen gar.
Und wohin hätten wir reisen sollen, selbst in der DDR gab es genug Sperrgebiete, die dorthin keinen Urlaub möglich machten.
Ja, genießen wir den Rest so gut es möglich ist!!!
Herzlichst, Edith
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