Manchmal muss man an den Ort zurück, an dem alles passiert ist... So dachte damals auch meine Mutter, als sie ihre Heimat, die im Sudeten war, besuchte... Dieses Buch spielt nur einen Steinwurf entfernt vom Ort meiner Mutter und ich lese dieses Büchlein wohl schon, ach ich weiß nicht, zum wie vielten Male...
Ich finde alles darin wieder wie meine Mutter es erlebte - das Arbeitslager, indem ihr Vater starb, die Armbinden die alle tragen mussten, worauf *Nemec* (Deutsche) stand, und als sie dann binnen weniger Stunden raus mussten aus ihrer Heimat, mit geringstem Gepäck nur um des nackten Lebens willen - meine Oma mit drei Mädels und einem Kleinstkind -... Nach der Wende besuchten wir den Ort. Meine Mutter durfte in ihr Elternhaus hinein, fand ihren eigenen Schrank in ihrem *Kinderzimmer* und an der Wand noch das gerahmte Foto ihres Vaters. Die Tschechin nahm es von der Wand und *schenkte* es ihr.....
2 Kommentare:
einmal vertrieben fühlt man sich wahrscheinlich
immer vertrieben, -
nicht angenommen
ungeliebt und ungefragt ob
bleiben
oder fortgehen will
eine neue Heimat zusammenzubasteln
fällt schwer
wenn man sich fremd fühlt
nicht angenommen
es ist ein neues unbekanntes Leben
wie der Frühling Sommer
Herbst und Winter
den man auch nicht kennt
ehe er da ist
und neues Leben schenkt
denen die dies in einem Buch
des Lebens lesen
das viele trifft
die ausgewandert wurden
ist schmerzhaft klar
wir haben nicht alles in der Hand
liebe Grüße angel
Die Gedanken an ihre alte Heimat waren bei meiner Oma, meinem Muddele und ihren Schwestern immer da.
Aber sie haben es geschafft, sich in der neuen Heimat wohl zu fühlen, sie anzunehmen, in ihr zu leben.
Es ist niemals leicht, alles zurückzulassen, vor allem so willkürlich. Doch ihr Mut, ihr Glaube an das Gute wurde nie gebrochen. Deshalb konnten sie sich mit Nichts wieder so gut empor arbeiten. Ihnen allen galt immer meine Bewunderung.
Liebe Dank, liebe Angel mit lieben Grüßen zu dir.
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