Diese Ruhe.
Weniges Müssen.
Für Nichts verantwortlich sein.
Wenig vorgenommen,
nur zu mir selber kommen.
Bulgakow zum vierten Mal lesen,
so, als sei es das erste Mal gewesen.
Dann Aitmatow, um den Vergleich neu zu finden,
zu ergründen solch starke Literatur.
Augenblicke, die zu groß für viele Worte sind...
2 Kommentare:
Liebe Edith, ich muß Dir schreiben, weil Du Edith heißt und der Name mir schon in der Hauptschule so gut gefallen hat. Dein netter Kommentar zu Bienenelfen über den Tabak hat mir gut getan, ich danke dafür. Hier die Worte über das Lesen sind auch wunderbar. Ich lese viel und gerne aber für so schwere Kost bin ich nicht geschult worden, ich bin ein Kriegskind und da fielen eine Menge Stunden aus, die Lehrer waren reihenweise an der Front und Frauen im Lehramt gab es wenige. Dafür habe ich jetzt selbst einen Studienrat, unseren Sohn. Studiert an der Akademie in Nürnberg, unser aller Geburtsort und unsere Heimat. Zu einem Albrecht Dürer hats leider nicht gereicht, deshalb Lehramt. Wird auch dringend gebraucht. So, einen sonnigen Sonntag wünsche ich Dir, Helga. Mama von Kerstin
Liebe Helga, ganz lieben Dank für deine Antwort. Dass du gern liest freut mich sehr, da schlägt mein Bibliothekars Herz gleich viel schneller. Mein Beruf war meine Berufung. Ich kann dir nicht sagen, wie viele Bücher ich schon gelesen habe, ja, im Studium auch lesen musste. Aber kein einziges Buch habe ich bereut.
Was man selbst nicht so erfahren hat, dafür sind deine Umstände dem Krieg geschuldet, doch man kann es an den Kindern erfahren. Dein Sohn ist auf dem richtigen Posten, solche Menschen werden nötig gebraucht gerade. Ja, du kannst stolz auf ihn sein.
Liebe Helga, noch ein gut gemeinter Ratschlag, du musst gar nicht solch *schwere* Literatur lesen, es gibt so viel gute *leichte* Bücher, die sich lohnen zu lesen. Bleib dran, jetzt, wo die Temperaturen immer besser werden, kann man auch draußen in der Natur lesen, dies mag ich auch sehr.
Dir alles Liebe und Gute
von Herzen,
Edith
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