Freitag, 9. Mai 2025

Es war einmal*

Traurig bin ich, 
wenn ich genau an der Stelle stehe,
wo Flieder und Ginster,
Erlen, Weißdorn, ein Maronenbaum und Birken,
einst stolz standen,
wo meine Kinder durch die Wiese 
der Wildglockenblumen rannten,
die Lerche darüber freudig sang,
der Pirol laut rief
und die Nachtigallen ihre Töne
in zigfachen Varianten schlugen.
Dies alles in Lenzes Zeit,
die nie gereut.
Vorbei ists, das Träumen hatte abrupt ein Ende.
Vorüber die Zeit.
Tief in mir ist manchmal ein Weh'
und nichts einerlei ...

6 Kommentare:

piri hat gesagt…

Was ist passiert? Kann es nicht: Es wird ein anderes sein!, werden?

andrea hat gesagt…

Das kenne ich auch, dss mir die Zeit manchmal wie ein Schreck durch die Glieder fährt ... da nehme ich auf einem überdeutlich wahr, wieviel Zeit vergangen ist. Und wie unwiederbringlich sie ist ... Da muss man dann erst einmal wieder ins Hier&Jetzt finden ...
Liebe Grüße, Andrea

Edith hat gesagt…

Liebe Piri, wir haben, nein, wir mussten unsere Ranch verkaufen - nenn es Kraftmangel - 4.500 Quadratmeter halten sich nicht allein in Stand. Ich habe mit der Pflege meines Mannes zu tun und ehrlich, mit mir selber auch, was ich immer noch verdränge, weil ich gebraucht werde. Jedenfalls bin ich mit den Mädels noch mal rausgefahren - es war nichts mehr wie es war - wir schauten auf eine kahle, große Fläche... Sicher wird dort ein Haus gebaut werden .. Aber da müssen wir durch, auch wenns sehr weh tut ...
Wir haben noch Hof und Hausgarten am Haus, fürs Alter reicht es, genau so gehe ich gedanklich ran, sonst würde ich in Tränen ertrinken ... Unsere Ranch haben wir schon vor der Ehe gekauft, da kannst du dir denken, wie viele Erinnerungen daran geknüpft sind. Nur gut, die bleiben...
Herzliche Grüße zu dir von mir.

Edith hat gesagt…

Ja, Andrea, so geht es mir gerade, uns gerade. Da weiß man auf einmal, dass andere völlig andere Wertvorstellungen von etwas haben.
Ich danke dir sehr und grüße dich herzlich.

Melusine hat gesagt…

Liebe Edith, vermutlich ist uns etwas in die Jahre gekommenen Menschen dieses Denken, dieses Erinnern genau so zu Eigen, weil wir schon so viel gesehen und erlebt haben in den Jahren, in der Zeit, die so vergänglich ist, wie alles andere auch. Mit Wehmut schaut man dann zurück auf die Jahre, die schönen Zeiten/Erlebnisse, wo alles so viel besser schien und auch war, weil uns unser Körper noch umfänglich gehorchte, wir noch Illusionen nachjagten, Flausen im Kopf hatten und Ideen, die wir verwirklichen wollten. Da war noch Zeit.....für so Vieles, die jetzt schwindet, immer weniger wird.
Nun, ich denke, wir haben noch genügend Zeit und auch verstanden, für uns eruiert, was wirklich wichtig ist im Leben.
Alles Liebe Dir
Rosi

Edith hat gesagt…

Liebe Rosi, ja, wir haben es noch zeitig genug begriffen, und einen Schlussstrich gezogen. Es tut uns gut, und doch steckt noch viel Wehmut in einem drin. Solch ein Paradies aufzugeben, es war ein großer Schritt.
Dir herzliches Danke in liebe Grüße eingebunden,
Edith