Samstag, 20. September 2025

Mit offenen Augen*

Mir fällt es nicht schwer, ab und an bewusst
eine unwegsame Richtung einzuschlagen.
Der Blick wird aufmerksamer, der Blickwinkel weiter
und die Fantasie auf solchen Wegen bunter und lauter.
Der graue Kristall des Tages
zerspringt ganz plötzlich und Licht ergießt sich dort,
wo seine Splitter den Nebel brachen.
Der Wind durchtanzt in Schauern
das sich verdünnende Blattwerk auf Bäumen.
Es klingt wie hilfloses, müdes Lachen.
Ein Greif steigt hoch, verliert sich allein in der Einsamkeit.
Kein einziger Ton weit und breit.
Dann verlängern sich die Schatten,
alles fast in Schwärze getaucht - ein Zauber –
schnell verraucht…

4 Kommentare:

Quer hat gesagt…

Die Worte klingen nach Wehmut und Herbstmelancholie.
Bald sind die noch vorherrschenden Sommertage Vergangenheit. Seufz!
Aber dieses Wochenende geniesse ich noch den Sommer in seiner ganzen heiteren Art.
Lieben Gruss, Brigitte

Edith hat gesagt…

Oh, ja, das sollen sie auch und ich schließe mich deinem Seufzen an. Ich mag gar nicht an die vielen Tage, Wochen denken, die uns wieder zwingen, drinnen zu bleiben.
Aber der Spätsommer gibt noch nicht auf, lächel... er weiß um unsere Liebe zu ihm.
Lieben Dank, liebe Brigitte und liebe Grüße in deinen Sonntag.

angelface hat gesagt…

" Der Wind durchtanzt in Schauern
das sich verdünnende Blattwerk auf Bäumen.
Es klingt wie hilfloses, müdes Lachen."
damit zauberst du wieder
bei mir - wie so oft schon

ein Kopfkino herbei und
bringst es zum Leben...
danke für deine phantasievollen Gedichte...
herzlich angel...
(ich mag sie sehr..

Edith hat gesagt…

Danke, liebe Angelika. Es freut mich immer wieder dein Dasein hier, deine Worte, die du oft ergänzt.
Herzliche Grüße zu dir von mir.