Mittwoch, 29. Oktober 2025

Alltäglichkeiten*

Durch welkes Farngestrüpp
und längst verblühtes Heidekraut gestapft,
kleine Alltäglichkeiten dabei abgestreift,
geschafft, den Duft von Wald und Feld zu inhalieren -
die Zeit, - sie war nicht da, es gab nichts zu verlieren.
Meine Gedanken lasse ich in Staub zerfallen,
den Erinnerungen - allen - drücke ich den Deckel auf,
damit sie nicht entfliehen.
Ach, ich müsste mich nicht mühen, sie zurück zu holen.
Sie kommen immer von allein auf leisen Sohlen,
weil sie zu meinem Leben, zu meinen Wurzeln gehören....

4 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Bei diesem Gedicht kann ich gut mit-empfinden, ganz besonders ge- und erdacht ist diese Zeile: "die Zeit, - sie war nicht da, es gab nichts zu verlieren." Und ja, die Erinnerungen kommen ganz von allein - und mit zunehmendem Alter (tatsächlich) immer häufiger und intensiver, wie ich feststelle. Liebe Grüße! Andrea

Edith hat gesagt…

Liebe Andrea, ich danke dir sehr für deine Bestätigung. Vielleicht ist es tatsächlich dem Alter geschuldet, dass man den Erinnerungen so verfällt, lächel. Ist ja was Gutes.
Herzlichst, Edith

Quer hat gesagt…

Wunderbar, wenn man Alltäglichkeiten so abstreifen und dann richtig durchatmen kann.
Einen frohen Heutegruss, Brigitte

Edith hat gesagt…

Danke sehr, liebe Brigitte. Ja, was bleibt einem auch anderes übrig, damit alles weiter geht, besser wird.
Liebe Grüße zu dir von mir wieder mal aus dem Regen.