Der Herbstwind gleicht einer Walzermelodie.
Dieses wirbelnde links herum
und rechts herum und rund herum
wird in seiner Harmonie nicht unterbrochen.
Manches Blatt setzt aus
manches hat sich verkrochen
und ich laufe weiter gerade aus,
obwohl es mich reizt, Laub zu sein.
So frei Windes Walzer zu tanzen -
dies wär schon fein :)
Das Wort "Wörterwald" habe ich grad gelesen bei Andrea Heinisch -
ich hoffe, ich durfte es benutzen ...
Gestern färbtest du mir, neben den Blättern,
meine Wangen. Ganz und gar
war ich von deiner Farbenpoesie berauscht,
habe der erfrischenden Quelle gelauscht,
mich in die Fröhlichkeit des Windes
in Kisten von Nüssen und Äpfeln gewühlt,
mir den Duft wie Balsam auf die Haut gerieben.
Wäre ich Bach, hätte ich dies alles
in einer Kantate nieder geschrieben.
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Tage, in denen sich die Schönheit
des Herbstes in ungebändigter Wildheit ergießt.
Ich verliere mich in allem, was möglich ist.
Am liebsten mag ich die Schritte im Laub.
Im Wald und an den Straßenrändern
gilbt der Herbst die Bäume,
Blumenträume - matt und sommersatt.
Winde dünnen Sommerfarben aus,
ringsum schon Manches kahl und leer.
Eine kleine Meise ruft ihre Schar
zum Sonnenblumenmittagstisch.
Die Vögel sich lustig necken,
die Kerne, sie schmecken schon jetzt.
Jede Sonnenblume wird besetzt.
Kürbisse drücken sich rot und gelb
in die grüne Wiese schwer.
Ein Seufzer von irgendwoher -
keine Sonnensicherheit mehr....


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