Freitag, 23. Januar 2026

Neigt nur der Januar sich dem Ende?*

So manches habe ich bis zum Beginn des neuen Jahres
und darüber hinaus in Frage gestellt.
Ich lebe das Leben, doch, weiß ich heute schon,
was mich am nächsten Tag erwartet?
Alles könnte morgen ganz anders sein...
Diese heimliche Angst, unvorbereitet getroffen zu werden -
alles ist möglich hier auf Erden.
Solche Gedanken bringen mich nicht aus dem Gleichgewicht,
aber aus dem Takt!
Das Hinterfragen des eigenen Lebens dann -
dies ist kein einfacher Akt.
Ist es die Angst vor möglichen Veränderungen
oder gar davor, dass alles bleibt wie es ist?
Schuld an solchen Gedanken ist sicher gerade
das Chaos, nah an uns dran und weit ab in dieser Welt.
Vielleicht eine List, Unerfüllbares daraus weiter oder anders
wachsen zu lassen?
Es wird sich zeigen.
Wir werden es fassen.

4 Kommentare:

Quer hat gesagt…

Man möchte hoffen auf das Sprichwort: "Kommt Zeit, kommt Rat." Aber auch das ist mehr als ungewiss.
Wir müssen mit allem rechnen und dennoch zuversichtlich bleiben. Nicht so einfach, seufz!
Lieben Gruss, Brigitte

C Stern hat gesagt…

Liebe Edith,
solche Fragen bewegen mich ebenfalls zunehmend, ich denke jedenfalls, dass es zumindest bei mir auch damit zu tun hat, immer mehr Abschiede von geliebten Menschen zu erleiden - und natürlich sind wir auch beeinflusst von der chaotischen Weltlage. Letzteres macht mich wütend, weil es allein die Verantwortung von wählenden Menschen ist, so ein Chaos überhaupt zuzulassen.
Du schreibst es, es bringt Dich nicht aus dem Gleichgewicht, aber aus dem Takt. Bei mir stelle ich fest, drohe ich doch auch aus dem Gleichgewicht zu geraten, wenn ich nicht auf mich achte.
Ich merke, dass mir das Schreiben hilft, zu sortieren und Klarheit zu schaffen. Ich glaube, es tut vielen von uns gut ... Herzlich liebe Grüße, C Stern

Zu Deinen Gedanken rund um die traurige alte Dame noch: Ich stand wiederholt in meinem Leben vor der Frage, mein Elternhaus hinter mir zu lassen. Ich konnte es letztendlich nie mit meinem Herzen vereinbaren, gerade auch deshalb, weil meine Eltern jedenfalls in finanzieller Hinsicht immer sehr gut für mich gesorgt haben. Heute weiß ich, ich bin ihnen ein Leben lang dankbar dafür, es rückt vieles in den Hintergrund, was an Schlimmem passiert ist. Ich könnte sie nie im Stich lassen, beide nicht ...

Edith hat gesagt…

Stimmt, liebe Brigitte, ganz und gar nicht einfach. Nur gut, wir werfen die Hoffnung nicht so schnell ab.
Herzliche Grüße in deinen Samstag,
von mir zu dir.

Edith hat gesagt…

Liebe C Stern, ich danke dir sehr für deine Ausführlichkeit, deine Ehrlichkeit. Ja, man kann schon auch aus dem Gleichgewicht geraten, doch wir arbeiten ständig an uns, weil wir wissen, egal was bisher geschah, im Persönlichen oder Weltlichen, das Leben geht weiter, für einen selbst immer zuerst. Und daran sortieren wir uns. Nur gut, dass wir uns schreibend öffnen können, abbauen können, was uns bewegt.
Und du hast Recht, ohne unsere Eltern wären wir nicht, vielleicht auch nicht die, die wir heute sind. Ich denke, egal, was vorkam, alle Menschen sollten ihre Eltern achten, ihnen mit Liebe begegnen. Gar es Unstimmigkeiten, waren ja auch wir daran beteiligt, auch da gibt es immer zwei Seiten....
Lieben, ganz lieben Dank dir von Herzen
mit lieben Grüßen von mir.