Sonntag, 4. Januar 2026

So ist es manchmal ...*

 Auf dem Vorplatz des Hauses
höre ich den Flügelschlag
flüchtender Tauben
wie einen Echohall
dessen Schall
vom Wind weit getragen.
Ich werde es wagen,
ohne Bedenken,
laut deinen Namen
als Echo dem Himmel zu schenken.
Doch die Töne ließen sich,
in Intervallen,
fallen
wurden vom Wald geschluckt
und von dort
nur als Krähenkrächzen
spöttisch ausgespuckt.
Manche Namen
sind nicht zum Echo geboren.
Sie gehen in der Weite
schnell verloren...

6 Kommentare:

Quer hat gesagt…

Ob das nun zum Schmunzeln oder zum Seufzen ist? Das kommt sicher auf die Umstände an. :--)
Einen lieben Gruss, ganz ohne Anspruch auf ein Echo,
Brigitte

C Stern hat gesagt…

Jetzt ist die Zeit, in der auch ganz leise Töne weit getragen werden. Etwas vom Feinsten, was der Winter mir anbieten kann. Besonders liebe ich es, wenn ich von weither Kirchengeläut vernehmen kann.
Vieles, das üblicherweise keine Aufmerksamkeit erweckt, kann jetzt ankommen. Und wenn manches von der Weite verschluckt wird, dann darf auch das sein.
Herzliche Grüße zu Dir, liebe Edith!

angelface hat gesagt…

und in den ersten Tagen des neuen Jahres
schon so ein schönes Gedicht..
bildstark laut melden sich wieder deine kreativen Ideen
Worten den Flügelschlag
der Tauben zu verleihen.. wie schön..
dir einen guten Tag..
es scheint dir wieder besser zu gehen...
wie schön... herzliche Grüße Angel

Edith hat gesagt…

Man kann es so oder so lesen, für die, die es trifft, wird es richtig sein.
Danke liebe Brigitte
mit herzlichem Gruß von mir.

Edith hat gesagt…

Liebe C Stern, dein Beispiel mit den Glocken ist sehr treffend. Mir geht es grad so, wenn ich einen Jungen in der Nebenstraße trompeten höre. Es gelingt nicht jeder Ton, aber es ist in der Winterstille Musik, die leise ankommt.
Du Liebe, ich danke dir für deine Gedanken, glaubs, sie stärken mich.
Herzliche Grüße von mir zu dir.

Edith hat gesagt…

Liebe, gute Angelika, ich danke dir sehr. Mir geht es noch nicht ganz so gut, der Husten steckt sooo fest, aber irgendwann muss es ja wieder weiter gehen. Nur mein Mann hat noch zu kämpfen, aber das schaffen wir auch noch.
Ich wünsche dir einen feinen Tag, du Liebe
mit lieben Grüßen von mir.