Freitag, 6. Februar 2026

Tagebucheintrag 5. 2. 26*

Gerade jetzt, in der Pflege, laufen die Gedanken, läuft auch der Tag rückwärts.
Ich prüfe wiederholt das Getane, obwohl alles längst  gemacht.
Ich hinterfrage, doch alles lief richtig ab.
Unruhe quält mich.
Vielleicht auch Schuld?
Könnte ich versagen?
Wer verteilt oder nimmt in mir den Zwiespalt?
Klar bin ich mir meiner Verantwortung bewusst,
und Kenntnisse kommen mit der Wiederholung.
Es wird jetzt komisch klingen -
fühlen kann ich total mit, 
doch an der Härte muss ich noch arbeiten ...

8 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Das ist gut nach/mit zu vollziehen, was du da beschreibst. Gerade diese Zwiespältigkeit kann ich mir gut vorstellen. Alles Gute für diese schwierige Zeit! Andrea

C Stern hat gesagt…

Liebe Edith,
zu pflegen ist eine der schwierigsten Aufgaben im Leben überhaupt - körperlich, mental, emotional. Die Pflege ist eine große Verantwortung und auch sehr oft eine enorme Last. Man sinnt darüber nach, ob man noch etwas optimieren könnte, man hofft, alles bestens zu machen - es ist eine Verantwortung, in die wir allerdings hineinwachsen. Nichts läuft gleich von heute auf morgen.
Meine Eltern sind gut versorgt, die Pflegemitarbeiter*innen in ihren Seniorenhäusern geben ihr Bestes. Dennoch bleibt auch für mich genug zu tun: Ich führe ein Tagebuch, um nur ja keine Termine zu vergessen oder administrative Erledigungen zu übersehen. Neben mir liegt einiges, das in Ordner finden soll, das lasse ich heute allerdings unangerührt. Es ist auch sehr wichtig, einmal die Füße hochzulegen.
Es wird zwar oft vermittelt, wir sollten auf uns selbst achten, doch mittendrin ist das gar nicht so einfach.
Ich wünsche Dir einen guten Abend & schicke herzliche Grüße, C Stern

Quer hat gesagt…

Ich kann mir darunter leider nicht sehr viel vorstellen. Man kann den Hintergrund nur ein wenig erahnen...
Einen lieben Gruss, Brigitte

Edith hat gesagt…

Liebe Andrea, herzlichst DANKE. Ja, ich hadere oft mit mir, will keine Fehler machen und doch passieren sie - nichts, was Leben bedroht, aber für mich ein Gehtgarnicht. Doch daraus lernt man, ich schaffe das, weil ich es schaffen will.
Herzliche Grüße in dein Wochenende
Edith

Edith hat gesagt…

Danke sehr, sehr, liebe C Stern. Du kannst es nachempfingen und deine Worte geben mir Mut und Zuversicht, sie lassen grad meine Kraft wieder wachsen. Wirklich danke dafür.
Dir für heute einen geruhsamen Tag
von ganzem Herzen gewünscht von mir.

Edith hat gesagt…

Ist doch nicht schlimm, liebe Brigitte. Danke für deinen lieben Gruß, den ich gern in dein Wochenende schicke, damit es dir gut geht bei allem, was du vor hast.
Herzlich, Edith

Silver hat gesagt…

Liebe Edith,
Pflege ist eine schwierige und belastende Angelegenheit.
Eine Bekannte arbeitet in der Pflege und in der entfernten Familie war ein Pflegefall, das kann ganz schön Kraft kosten.
Respekt dafür, dass du das machst- auch wenn manchmal einfach nichts anderes geht.
Aber es kann einen auch körperlich und oft übersehen, seelisch fertig machen.
Ich habe den Eindruck, viele werden damit allein gelassen bzw. dass es schwierig ist, angemessene Unterstützung zu bekommen.
Es sei denn man hat genug Kohle um es sich einfach zu leisten. Aber oft ist es ja nicht so.
Sicher ist es eine Selbstverständlichkeit zu helfen, (für manche aber auch nicht) wenn man dazu in der Lage ist, aber seine eigene Gesundheit muss man dabei auch im Blick haben.

Liebe Grüße!

Edith hat gesagt…

Liebe Silver, ich danke dir für deine Bestätigung. Ich habe Gott sei Dank Hilfe, wenn ich sie brauche. Meine Mädels mit ihren Familien wohnen ganz in der Nähe und sind immer da, wenn die Not ruft.
Eine andere Option als Daheim kommt für mich nicht in die Auswahl, es ist einfach nicht zu bezahlen.
Danke nochmals und herzliche Grüße in deinen Sonntag von mir zu dir.