Freitag, 19. Juni 2026

Viel Kurzes im Langen ...*

Die Seite vergilbt 
Eine verblasste Zeichnung
Brüchig das Papier

Silberne Flecken
zeichnen sich auf dem Moos ab
Ein Sommerregen

Wispern des Windes
streift die Buchenbaumkrone
Alles Laute stumm

Licht vom Wald verschluckt
Baumkronen mildern Hitze
Moosschritte ganz leis'

Die Meisen füttern
Leises Piepsen im Kasten
Dafür mein Lächeln

Keine Brücke von Hüben nach Drüben.
Das Wasser fließt mit der Wahrheit und der Wirklichkeit davon.
Im Meer treffen sich all die Gedanken.
Hoffnungslos.

Blühende Rosen.
Tauben und Spatzen im Futterhaus. 
Blauer Himmel und schneeweiße Wölkchen.
Ein Milan, zwei Störche kreisen.
Vereinzelte Holunderblüten noch
zwischen fast reifen Beeren. 
Elstergekrächz.
So viel lebendige Poesie überall.

Vielleicht trage ich ja einen grünen Zweig
im Herzen,
auf dem sich die Vögel nieder lassen...

Mein Schreiben macht mir mein Leben leichter,
ohne dass mein Leben leichter wird ...
Ist das paradox?

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