Ich war doch immer dein Sonnenkind.
Du mochtest alles Strahlende an mir, alle Fröhlich- und Freundlichkeit.
Du sagtest nie viel mit lauten Worten,
doch deine Gesten im Gesicht waren mir bedeutungsschwer.
Und Streit war dir sowieso zuwider.
Ja. All dies machte das für mich aus.
Ich konnte einfach nicht ohne dich sein,
denn schon als alles mit uns begann,
schüttete ich mein Leben in dich.
Alles liebte ich mit dir zusammen.
Ach, ich möchte schreien,
dass du mich hörst ...
Wozu nur mache ich daraus so viele Worte?
Weil ich das Leid ausleben muss.
Nichts davon kann ich unterdrücken.
Dafür warst du mein Ganzes, mein Alles ...
Und deshalb schreibe ich.
Mehr und mehr werde ich wie eine Indianerin.
Reden galt in deren Volk als Verschwendung von Kraft.
Und die galt es wiederum anzusammeln nicht zu vergeuden...
Ich sitze auf den Stufen vor unserem Haus.
Ich warte - doch worauf?
Du kommst nicht mehr lächelnd um die Ecke
und ich gehe dir auch nicht mehr entgegen.
Müde bin ich.
Müde macht mich der Schmerz.
Mein Leben liegt schief.
Ich vergesse mich,
weil ich nur an dich denke.
Das gewohnte Leben gibt es nie mehr ....
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