Samstag, 11. August 2018

Gehen

Gehen ist meine  Leidenschaft.
Im Gehen reise ich in meinem Kopf
und entkomme so manchmal dem Leben.
Die Luft schmeckt anders mit jedem Meter,
die Augen stehen im Augenblick.
Sämtliche Vogelstimmen sind bekannt
und ich belle zurück, bellt der Fuchs.
Meine Heimat ist mir Maß meines Daseins,
die Natur ist mein Besitz.

Im Gehen muss ich nicht bei mir selbst bleiben.
Geneigt wie unser Strom zu sein,
schlage ich dann über mir zusammen.

Mancher Weg misst meine Kräfte,
lächelnd schnaufe ich ihn an.

Nehmt's mir nicht übel, am liebsten gehe ich allein.
Ich will einfach weiter, als jedes Gespräch reicht.

Gehen. Irgendwann muss ich gehen.
Gehen für immer.
Ganz sicher werden die Schritte  dann leichter sein....

Kommentare:

  1. "Gehen. Irgendwann muss ich gehen.
    Gehen für immer.
    Ganz sicher werden die Schritte dann leichter sein...."

    Das klingt ja direkt tröstlich, dass dann die Schritte leichter gehen werden. Aber es ist ja tatsächlich eine Vollendung, die Vollendung des Lebens ...

    Liebe Grüße
    Helmut

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  2. Als weitere Antwort: http://www.maierlyrik.de/blog/2018/08/12/vollendung/#comment-209540

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  3. sich auf den weg machen...nichts anderes ist ja das leben selbst! ein schöner text!

    liebe grüße
    gabriele

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    1. Genau so ist es gemeint, du Liebe, also, lass uns gehen auf unseren Wegen. Einen gemeinsamen haben wir ja, den des Schreibens, lächel...

      Ich grüße dich auch
      von Herzen, Edith

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  4. Lieber Helmut,
    ja, ich glaube daran. Dadurch geht es sich leichter im Leben. Ich habe es an den Menschen erfahren, die ich bis in den Tod pflegte.
    Gehen wir also keinesfalls mit Angst weiter...

    Herzlichst, Edith

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