Freitag, 16. Januar 2026

Gedanken für arme Menschen ...*

Oft sehen wir Menschen, die versuchen,
in dieser Welt ihren Weg zu behaupten, so, wie andere es tun.
Einige haben das jetzige Geschehen längst für sich geschlossen.
Niemand streicht über die Ränder ihres hilflosen Schweigens.
Manchmal sind ihre Antworten nur noch ein Wort.
Und oft spüre ich, wie mein Herz sich schmerzlich im Mitgefühl dreht.
Doch Weniges will der Rest der Welt davon sehen,
wie sie stehen am Rande der bröckligen Kante, ohne festen Halt.
Da hilft auch kein Springen ...

Nein, es gibt keine Zeit mehr, in der man hin hört, hin sieht.
Es gäbe klarzustellen und sichtbarzumachen,
was jede und jeder davon wirklich hält.
Wollen wir warten bis alles erstarrt,
bis jeder Gedanke ins Bodenlose fällt?
Wird dies dann zu Ende gebracht oder das Ende sein?
Vielleicht werden irgendwann alle Rätsel gelöst,
alles Gift verspritzt, alles Verschleierte klar sein.
Ob dann die eigene Vergebung noch möglich ist?

4 Kommentare:

C Stern hat gesagt…

Ohja, liebe Edith,
es gibt so viele Benachteiligte - und diese nicht nur "anderswo", sondern mitten unter uns, selbst in so reichen Ländern wie Deutschland und Österreich.
Zu viele sitzen im trockenen Boot und sehen nicht, dass das Nachbarboot schon voller Wasser ist und unterzugehen droht.
Es gibt zu viele Erstarrte, man müsste sie auftauen, sie wieder für Mitgefühl zugänglich machen. Mich interessiert immer, wie ein Mensch zu dem Menschen wurde, der er ist: Wie ist seine Geschichte, sein Weg durchs Leben - und welche Erfahrungen sind hilfreich, um ihn wieder berührbar zu machen?
Ich glaube daran, dass in der Selbstvergebung Heilung möglich ist ... dann sind die Herzenstore wieder weit!
Deine Gedanken sind sehr anregend ... wagen wir, zu hoffen.
Ein Herzensgruß zu Dir, C Stern

Edith hat gesagt…

Liebe C Stern, ich danke dir vielmals. Deine Gedanken dazu unterstreichen meine. Deine Frage ist durchaus eine seeehr gute - wie wird ein Mensch zu dem Menschen, der er ist? Niemand wird selbstherrlich geboren.
Hoffen wir auf Heilung und lassen wir unsere Tore zum Herzen ganz weit offen, vielleicht können wir dann weiterhin die Welt ein klein wenig besser machen für andere...
Herzliche Grüße zu dir von mir mit besten Wünschen für dein Wochenende.

angelface hat gesagt…

liebe EDith - deine Worte:
*Wollen wir warten bis alles erstarrt,
bis jeder Gedanke ins Bodenlose fällt?
Wird dies dann zu Ende gebracht oder das Ende sein?*
natürlich nicht,
es wäre dumm
sträflich
wie ein dummes Huhn nur weiter zu gackern und Krümel aufzupicken, die Reste dessen die zu Boden fallen - sich damit zu Frieden zu geben und nichts zu tun -
wir müssen aufstehen
uns wehren auch wenn wir nicht immer wissen - wie
der Macht immer wieder entgegen sehen, ihr trotzen,
immer wieder aufstehen auch wenn wir fallen...
ist, mag eine Lebensaufgabe sein..
doch jedes Leben lohnt sich dafür einzustehen...
liebe Grüße angel

Edith hat gesagt…

Liebe Angelika, ich danke dir und ich muss dir schreiben, dass ich im Aufstehen erprobt bin. Ich habe mit vielen und vielen Menschen den Aufstand zur Wende nicht nur erprobt, sondern mit durchgezogen. Und glaub mir, es hat sehr, sehr viel Kraft gekostet. Heute sind andere dran, ich kann nur noch schreiben. Doch auch das ist Wehr.
Dir einen sonnigen Sonntag mit lieben Grüßen von mir zu dir.