Donnerstag, 8. Januar 2026

Tagebucheintrag vom 7. Januar 2026*

Nun, die ersten Tage des Januar waren ganz anders als gedacht. Irgendwie begann das Jahr quer.
Es war  ein toter Fuchs, er lag auf der Straße. 
Ich spürte, das neue Jahr und wir waren noch nicht so in der Spur. Beide wussten wir nicht,
was und wie es werden wird. Ja, wir stolperten quasi durch die Stunden und doch wurde uns Aufmerksamkeit zuteil, ob wir es nun merkten oder nicht. 
 
Ich jedenfalls war traurig über diesen toten Fuchs. Ich sah keine äußeren Verletzungen, schob ihn
zum Straßenrand. Er rutschte in eine leichte Senke. Fragen taten sich auf - hat er eine Familie, wartet diese schon auf ihn? Dann rief ich unseren Förster an.

Es war die erste Traurigkeit im neuen Jahr - und, war der Fuchs etwa Sinnbild dafür,  dass wir alle nicht sicher sind - weder da noch dort noch hier?
Nun, der Fuchs hat das Leben hinter sich. 
Wir wissen weiterhin nicht, was kommt.

Wir spüren Kälte - und ich denke dabei nicht an Frost. Kriege, Zank, Uneinigkeit machen sich breit in der Welt. Und den Nachrichten folgen wir mit Zwiespalt, schalten oft auf Durchzug. Ja, all so etwas halten die ersten Kalendertage fest im Griff. Selbst Jahreszeiten laufen im ungewohnten Trott.

In  voran schreitendender  Zeit wird es sich entscheiden, ob es laut oder leise zugeht.
Das Neue hat jedenfalls schon begonnen uns mitzunehmen in seine Höhen und Tiefen.
Und vielleicht werden wir weinen oder dürfen wir lachen? ...

14 Kommentare:

Quer hat gesagt…

Ach ja, noch ist alles offen.
Aber du sagst es: Das Jahr hat nicht wirklich gut begonnen, wenn ich an die Weltlage denke. Und in unserem Land überschattet gerade die furchtbare Brand-Tragödie in Grand Montana die positive Grundeinstellung.
Bedrückte Stimmung lässt niemanden so richtig froh werden.
Aber das Leben muss weiter gehen und Gutes ist immer auch wieder zu vermelden, zum Glück.
Einen lieben Gruss,
Brigitte

Anonym hat gesagt…

Uii, so ein Erlebnis legt sich einem wirklich quer! Möge es anders weitergehen - in aller gebotenen Vorsicht? Liebe Grüße, Andrea

Silver hat gesagt…

Hallo Edith,
Ja, wir dürfen noch lachen, müssen wir sogar. Sonst kann man ja gleich aufgeben. Aber interessiert sein und nicht wegsehen, auch wenn ich immer mehr den Eindruck habe, das man als Individuum nichts ausrichten kann. Und dass viele Leute abstumpfen oder lieber nichts sehen wollen. Bis ihnen diese Haltung eines Tages um die Ohren fliegt.
Armer Fuchs. Vielleicht wars einfach die Natur? Alter? Dennoch traurig.

Kopf hoch,. Nützt ja nichts.

Liebe Grüße

C Stern hat gesagt…

Da hattest Du eine ganz spezielle Begegnung mit vielen Gedanken und Emotionen, liebe Edith!
Wenn ich Fuchs lese, denke ich an einen Film, den ich gerne gesehen habe: Der Fuchs (R: Adrian Goiginger), ein Spielfilm nach wahren Begebenheiten. Hat mir gut gefallen, ein berührender Film.
Es wird immer Lautes und Leises geben, solange wir die Wahl haben, können wir unsere Antennen dort oder dahin ausrichten. Aus Freude zu weinen, ist mir genauso lieb wie das freudige Lachen.
Herzliche Grüße zu Dir, C Stern

Melusine hat gesagt…

Oho, ein toter Fuchs...... Na ja, nicht unbedingt ein "gutes Zeichen".
Der arme Kerl ist sicherlich bereits im Himmel für die Tiere,.....nehme ich an. Und ja, ich hätte die gleichen Fragen. Hat das arme Tier Familie, Kinder, die auf ihn warten. Mein Sohn und ich haben vor Jahren einen Fuchs aus einer Falle befreit. Der Nachbar hatte eine aufgestellt. Wir wußten es nicht und hörten nur Gewimmer. Ich dachte erst es sei ein Hund. Als der Nachbar dann auf Spätschicht war, sind wir über den Zaun rüber, mit einer Stange und haben den Fuchs aus seiner misslichen Lage befreit.
Liebe Edith, ich denke, wir müssen keine Angst vor Krieg hier haben. Andere Sorgen haben wir eh genug. Die Heizung, der Strom, das Wasser, die Versorgung ohnehin. wir werden sehen.......
Na ja, es ist halt Winter und ich erinnere mich, als ich noch Kind gewesen bin, an die Eiseskälte von minus 20 Grad und Schnee, der manches kleines Häuschen fast gänzlich zugedeckt hat.
Mach' Dir keine Sorgen, und ja, das ist natürlich leicht gesagt.......
Alles Liebe und Gute für Dich im Neuen Jahr!!
Herzlichst Rosi

Edith hat gesagt…

Du schreibst, wie ich es denke auch, liebe Brigitte. Wir behalten den Kopf oben, sonst wird alles noch schlimmer in uns.
Ich danke dir sehr und wünsche dir einen sturmfreien Tag für heute
herzlichst, Edith

Edith hat gesagt…

Danke, liebe Andrea, die Hoffnung ist ja immer da und wir halten sie ganz nach oben.
Liebe Grüße zu dir von mir.

Edith hat gesagt…

Liebe Silver, genau so müssen wir für uns selbst handeln und denken, aufgeben gilt eh nicht, Wir lassen das Positive an der Oberfläche.
Ich danke dir sehr. Der Fuchs wurde übrigens angefahren, nur gut, er war gleich tot.
Liebe Grüße zu dir von mir.

Edith hat gesagt…

Diesen Film könnten sie auch wieder mal zeigen, auch mir hat er sehr gut gefallen. Und ja, hoffentlich haben wir noch lange die Wahl, um uns unsere eigene Meinung zu bilden und sie kund zu tun.
Aus Freude zu weinen, daran habe ich gar nicht gedacht, danke für den Gedankenstoß.
Dir einen feinen Tag mit lieben Grüßen von mir.

Edith hat gesagt…

Liebe Rosi, ich danke dir sehr für deine Mutmachgedanken, die wir tatsächlich täglich neu brauchen.
Ja, bei dem Fuchs denke ich an unseres Franz, der als kleiner Kerl in unserem Garten zu Hause war - zutraulich geworden ist. Er hat uns viel Freude bereitet.
Ja, Energieausfall oder Gasausfall und all die anderen Sachen - es ist schlimm für die Menschen, die es betrifft.
Danke nochmals.
Mit herzlichen Grüßen von mir zu dir.

angelface hat gesagt…

liebe Edith, der arme Fuchs, hoffentlich hat er nicht lange leiden müssen, was man immer denken muss wenn ein Tier angefahren wird, dann gilt handeln wie dein Anruf beim Förster, er ist nun im Himmel...daran glaube ich auch. Man hofft -
dein Post wird so einige zum nachdenken anregen, Ängste machen sich breit sobald man die Nachrichten hört- vor denen man ja nicht gänzlich die Augen und Ohren - vor allem was die USA angeht - schließen kann, - informiert bleiben ist wichtig um handeln zu können.(auch wenn es mächtig weh tut was in der Welt geschieht.)
ganz klar ist Ängste schüren sollte man nicht, nur die Realität akzeptieren, denn in dieser leben wir alle die es betrifft- es macht halt Sorgen die nicht kleiner werden.
ich grüße dich herzlich in deinen Tag...Angel...

Klärchen Marie hat gesagt…

Ja, auch Traurigkeit gehört zu unserem Leben, aber gerade dann sollten wir nach vorne schauen. In dieser zur Zeit verückten Welt, die es in sich hat, das Lachen nicht vergessen. Alles gehört zur Geschichte unseres Lebens. Wir sind vor Überraschungen ob positiv oder negativ nie sicher. Lasse uns das Leben meistern so gut es geht. Alles Liebe Dir im neuen Jahr, das vor uns liegt, herzlichst Klärchen

Edith hat gesagt…

Liebe Angelika, danke für deine Ausführlichkeit. Genau so beherzige ich es auch. Wir können einfach nicht zum Strauß werden und den Kopf in den Sand stecken. Das Leben treibt uns weiter und das ist gut so.
Dir von Herzen beste Grüße.
Lieb, Edith

Edith hat gesagt…

Liebes Klärchen, danke auch dir für deine positiven Ratschläge. Wir sind lebenserfahren genug, um zu wissen, dass es immer und überall Überraschungen gibt.
Ein segensreiches 2026 wünsche auch ich dir von Herzen,
liebe Grüße von mir.