Donnerstag, 15. Januar 2026

Wunsch und Wahl*

Ich wünsche mir, dass es später und irgendwo
besser sein wird, als im Heute und Hier.
Doch manchmal ist die Wahrheit unglaublicher,
als die Lüge.

Es war ganz sicher nicht das letzte Jahr,
welches nicht so endete wie es sollte, wie es war.
Das Wenige im Neuen scheint noch immer zusammengezogen,
wie das Gesicht nach dem Genuss einer sauren Zitrone.
Mir ist, als ob wir fallen auf etwas zu, was noch nicht ist, aber sein wird.
Doch, man hat immer eine Wahl.
Wer erklärt uns noch richtig das Leben?
Gute Gründe dafür könnten Kisten mit Listen füllen....

5 Kommentare:

Silver hat gesagt…

Hey Edith, gelungener Text und so wahr.
Irgendwie glaube ich, man denkt nur immer, dass es jetzt am schlimmsten ist, immer einmal schlimmer als gestern.
Aber so ganz stimmt das auch nicht. Wir bekommen nur immer mehr mit, was alles schlechtes auf der Welt passiert. Konflikte, Krisen, Krieg gab es immer und wird es so wie es aussieht auch immer geben. Nur war es oft weit weg oder wurde verdrängt.
Jetzt rücken diese Dinge näher heran, wir spüren direkte Auswirkungen, was früher eher weniger so war.
Also ja, für uns hier ist es merklich schlimmer aber nur weil es uns jetzt auch direkt betrifft und nicht mehr irgendwo auf der Welt ist.
Dinge, die man nicht gedacht hätte, passieren nun auch in unserem peripheren Blick, der früher für diese Dinge anderswo blind war- wer hätte je gedacht wie schnell the Land of the free, die USA, so rasant in den drohenden Faschismus abgleitet.
Mit einem Klick kannst du Schreckensmeldungen aus jedem Winkel der Welt betrachten, was früher im Dunkeln lag und man auf der Insel der seligen ruhen konnte.

Und das ist 'nur' das Weltgeschehen. Dann kommen noch persönliche Krisen hinzu.

Eine Lösung dafür habe ich nicht, außer, dass man nicht den Kopf einziehen darf.
Zitronen sind gesund, hat ja alles durchaus zwei Seiten. Oder drei.

Liebe Grüße!

Silver hat gesagt…

Hey Edith, gelungener Text und so wahr.
Irgendwie glaube ich, man denkt nur immer, dass es jetzt am schlimmsten ist, immer einmal schlimmer als gestern.
Aber so ganz stimmt das auch nicht. Wir bekommen nur immer mehr mit, was alles schlechtes auf der Welt passiert. Konflikte, Krisen, Krieg gab es immer und wird es so wie es aussieht auch immer geben. Nur war es oft weit weg oder wurde verdrängt.
Jetzt rücken diese Dinge näher heran, wir spüren direkte Auswirkungen, was früher eher weniger so war.
Also ja, für uns hier ist es merklich schlimmer aber nur weil es uns jetzt auch direkt betrifft und nicht mehr irgendwo auf der Welt ist.
Dinge, die man nicht gedacht hätte, passieren nun auch in unserem peripheren Blick, der früher für diese Dinge anderswo blind war- wer hätte je gedacht wie schnell the Land of the free, die USA, so rasant in den drohenden Faschismus abgleitet.
Mit einem Klick kannst du Schreckensmeldungen aus jedem Winkel der Welt betrachten, was früher im Dunkeln lag und man auf der Insel der seligen ruhen konnte.

Und das ist 'nur' das Weltgeschehen. Dann kommen noch persönliche Krisen hinzu.

Eine Lösung dafür habe ich nicht, außer, dass man nicht den Kopf einziehen darf.
Zitronen sind gesund, hat ja alles durchaus zwei Seiten. Oder drei.

Liebe Grüße!

C Stern hat gesagt…

Liebe Edith,
dieses Später, zu dem mich Deine Gedanken gerade verleiten, ist eines, woran ich glaube: Es ist ein Ort, den wir uns niemals ausmalen können, nicht in unseren kühnsten Visionen. Aber jedenfalls ist dort alles gut.
Damit wir gerüstet sind, auf dieses Etwas zuzufallen, gehört wohl auch eine Menge Mut.
Das Leben verlangt diesen immer wieder von uns.
Herzliche Grüße, C Stern

Edith hat gesagt…

Liebe Silver, deine Ergänzung dazu ist so treffend und ganz in meinem Sinne. Und weißt du, was ich noch denke? Vielleicht sollten wir früher, wenn es noch weit weg von uns ist, hellhörig werden und drüber nachdenken, denn wir erfahren es grad, wie schnell uns alles mit einbindet.
Ich danke dir sehr, sehr
mit lieben Grüßen zu dir von mir.

Edith hat gesagt…

Liebe C Stern,du bringst es auf den Punkt - auch dazu gehört eine große Portion Mut. Wir wissen nicht, können nur mutmaßen, wie es dann an diesem Ort sein wird. Doch eins ist klar, es wird ein Ort ohne Erdenschwere sein. Ich glaube daran ganz fest.
Doch noch meistern wir das Leben, unser Leben - ob leicht oder schwer, wir leben...
Herzliche Grüße von mir zu dir.