Samstag, 21. Februar 2026

Lächelnd Freude*

Stets willkommen
ist ein guter Augenblick.
Oft scheint,
als wendet sich
Vertrautes zu.
Dann tausch' ich mit mir selbst
kleine Verlegenheiten aus,
und lächle mir
Freude ins Gesicht.

Freitag, 20. Februar 2026

Frühlingssonne*

Trotz Schnee,
er lässt sich spüren.
Taut unsere Gemüter auf.
Selbst die dämmernde Sonne
gewinnt an Kraft.
Bald ist's geschafft.
Der Frühling taucht treibend
aus seiner Schläfrigkeit empor.
Wir blicken ihm freudig entgegen
und sind ganz Ohr.


Schaut hinaus
Die Zukunft des Frühlings ist gesichert.
Er wagt sich weiter vor,
die Hinweise sprechen für sich.
Der Blick mit blauem Horizont beschäftigt
mit starkem Gefühl bekräftigt.
Sonnenlicht strahlt einer Tugend gleich.

Donnerstag, 19. Februar 2026

Versuch macht klug*

Mich lässt der Anfang
der Fortsetzung schon los,
noch bevor er begann.
Unter den Wörtern
suche ich nach Worten,
die ich bisher nicht fand.
Manches Gedicht wirkt zu hart,
weil ich dafür die Tür viel zu schnell verschloss.
Dann rutscht die Erinnerung nach -
was mache ich bloß?
Meine wahren Gedanken bleiben aus.
Vertrautes geht verloren.
Es ist mir ein Graus,
vielleicht bin ich nicht wirklich
für die Poesie geboren ....

Mittwoch, 18. Februar 2026

Haiku an Haiku*

 Spartakus erwacht
aus Schildkrötenwinterschlaf
Nur Titus träumt noch

Häuschen im Garten
Drinnen kälter als Draußen
Kater schleicht sich raus.

Die Holzbank mit Herz
Verliebte ritzten Namen
Efeu rankt sich hoch

Die Krähe krächzt laut
Eichelhäher gibt Antwort
Freundschaft besteht nicht

Noch sind Zweige kahl
Darauf tummeln sich Meisen
Ein Kleiber am Stamm

Forsythia trägt
goldige kleine Blüten
Die Sonne freut sich

Der Apfelbaumstamm
stark beklopft durch einen Specht
Daraus fließt kein Wein

Schneevolle Äste
brachen großen Tannenzweig
vom Johannes-Baum

Scheunenidylle
Maler skizziert altes Gut
Maus huscht durch das Tor

Februarregen
Schneeglöckchen läuten - Frühling
Wiese farbgestärkt

Enten am Ufer
Elbe zeigt sich geschwollen
Singsang der Amsel

Dienstag, 17. Februar 2026

Winter bringt Zeit*

Nachgerutscht
kommen die Erinnerungen leichter
im Winter
An eisigen Kanten
noch zurecht geschliffen
abgekühlt
Bilder und ganze Sätze
hängen daran
eingefroren
Für den Abend bleiben
Harmonie und Wein
Feuer im Kamin
Still durchziehen sie mich
die Erinnerungen
die frohen warmen
Schaffen inneres Glücklichsein

Unbeschreibliche Begegnung*

Ein WOLF.
Der erste Freilaufende, den ich sah. Gleich nach einer kleinen Gemeinde querte er die Straße von links nach rechts.
Wir mussten deshalb stark bremsen,
hielten dann an und sahen ihm lange hinterher.
Als er auf der rechten Seite war, drehte er sich zu uns um, blieb für einen Moment stehen und fixierte uns mit seinen Augen.
DAS vergesse ich nie!
Er war ein Prachtkerl – groß, stämmig, sein Fell war wunderschön, seine Muskeln im Laufen kraftvoll.
Ich hatte das Handy in der Hand, hätte ihn gut fotografieren können, doch ich hielt einfach nur den Atem an…..

Diese Begegnung war vor sechs Jahren und gestern sah ich wieder einen so nah....

Montag, 16. Februar 2026

Leserunde - Gedichte und Co. mit und von mir*


Nach dem Vortragen meiner Gedichte sprach mich ein Mann an,
groß war er, vom Leben gezeichnet, auch älter schon. Doch seine Augen strahlten
mich an als er sagte: *Sie müssen ein glückliches Menschenkind sein*....
Ich nickte weltvergessen mit einem Lächeln die Bestätigung.
In dem Moment war ich wirklich - glücklich 🙂

Fabruar--Haiku's*

Störche
gewohnte Gäste
Lautes Klappern

Fischerboote
Die Wellen blinken
Sonnenuntergang

Spiegelglatt
der See zu Mittag
Sonne kokettiert

Früh - sechs Uhr
Ein Sonnenaufgang
über der Elbe

Morgenrot
Ein Falke jagt
Spatzengelächter

Sturmwetter
Mir passt keine Mütze
Kopfweh

Pfützen im Winter
Drinnen ein Regenwurm
und die Amsel

In der Stille
heult ein Wolf
Schafe im Stall

Milder Winter
Bienen im Februar
auf Christrosen

Erstes Grün/Weiß
Schneeglöckchen stoßen
durchs Herbstlaub

Kahlstellig
das Winterweizenfeld
Schwäne

Sucherfreude
Austernseitlinge
Leiter am Baum

Sonntag, 15. Februar 2026

Nur noch ein klein wenig Geduld*

Oh Frühling
wie gar zaghaft hold der Wald sich bald begrünt,
wenn leicht dein Finger schnippt und lustig Leben
sich an Haselzweigen wippt
wie sprudelnd frisch die Wellen über Kieselsteinchen fließen
wie blumenfreundlich uns die Gänseblumen schon begrüßen.
Ein leichtes Schnippen deines Fingers reicht
und Sonnenstrahlen treffen uns von Herzen,
sie nehmen all die Winterschmerzen
lassen sie zieh'n,
machen mit Meisenzwitschern Fröhlichkeiten reich
stupsen mich freundlich an,
mich Träumerin.



Samstag, 14. Februar 2026

Rechnen, nicht berechnen*

Einige bilanzieren ihr Leben,
berechnen Tag für Tag alles,
was sich rechnen lässt.
Solchen Menschen bleibt nie ein Rest.
Dann ziehen Stürme, steigen Flüsse,
wüten Kriege, bebt die Erde und spuckt ein Vulkan,
Das Konto stimmt, denken manche,
was geht uns das an.
Wir alle müssen verstehen,
dass man mit allem rechnen muss,
doch niemals alles berechnen kann.

Freitag, 13. Februar 2026

Gedankliches*

Auf Verschwiegenes
habe ich
meinen Blick
geworfen
Einen Schrei gehört
der lautlos
irgendwo versank
Auch Schwarz
besitzt
eine leuchtende Farbe
und
Reden
macht manchmal
sprachlos

Donnerstag, 12. Februar 2026

Der Frühling ist bereit*

Der Frühling durchschneidet zaghaft noch
die weiße Leinwand des Winters,
schafft Raum für Sonne.
Ja, der Frühling,
noch spielt er mit den Wolken Verstecken,
lässt sich jedoch gerne finden für uns.
Der Schnee sagt dazu keinen Ton,
schmilzt klanglos - so wie er kam - davon.



Mittwoch, 11. Februar 2026

Herzsprache*

Meine Füße gehen leise
über teppichweiche Sehnsucht
Ahnend
Meilenweit
So nah
Mein Herz
findet immer ...

Dienstag, 10. Februar 2026

Eine Frage, die sich für uns erübrigt*

Hältst du ihn auch noch fest
den Augenblick in Dur,
nachsummend die lieblich,
hell klingenden Töne?
Von Moll in allem keine Spur.
In dem Augenblick
sprachen nicht nur die Augen
von Liebe.
Wir haben auf Hoffnung gedrückt,
dass es ewig so bliebe
und der Sehnsucht
den Weg erklärt.
Nein. Daran ist nichts verkehrt.
Festgehalten diesen Moment,
eingepackt für ungute Tage,
an die zu denken
ich gar nicht wage ...


Dieser Blick bringt Freude*


Fensterschönheiten
Strahlende Blütenvielfalt
Mit Blick nach draußen

Montag, 9. Februar 2026

Ein schnulziges Lied*

Die Gedanken
meines Seelenlabyrinths
werden zu Tönen
die als Echo verschlungene Wege ziehen
auf der Suche
nach dem Ziel
hinaus
zu dir hin
Bevor sie sich geballt
durch den Ausgang pressen
kann ich die Geschwindigkeit
an meinem pochenden Herzen messen

Angekommen
am rechten Ort
werden sie
dein Herz überfallen
wird das Echo dann
in deiner Seele
widerhallen

Gedankensplitter*

Davon kommen
die Kurve kriegen
siegen
hinter tiefen Tälern
hohen Höhen
spürbar leicht
das Ziel geahnt
der Druck der Straße nur
ist hart

Sonntag, 8. Februar 2026

Ich steige gern ein*

Schnell gepackt,
geschultert die Tasche.
Der Fahrplan ist bekannt
für die Reise
ins Innere.
Der Zug rast
die Tage fliegen
und brechen sich los
vom Gestern...

Samstag, 7. Februar 2026

Später - für mich oft kein gutes Wort*

Manche Worte fallen nicht in einen großen Moment.
Es ist einfach nur ein ganzer Satz - ohne Ziel.
Ich sehe durch alles hindurch.
Dann das eine Wort. Der ganze Satz:
Später.
Es war ein gefährliches Wort.
Ich mag gleich zu wissen,
was ich einmal begann, 
wie es auch endet.
Erst dann weiß ich,
ich hatte alles im Griff.

Freitag, 6. Februar 2026

Tagebucheintrag 5. 2. 26*

Gerade jetzt, in der Pflege, laufen die Gedanken, läuft auch der Tag rückwärts.
Ich prüfe wiederholt das Getane, obwohl alles längst  gemacht.
Ich hinterfrage, doch alles lief richtig ab.
Unruhe quält mich.
Vielleicht auch Schuld?
Könnte ich versagen?
Wer verteilt oder nimmt in mir den Zwiespalt?
Klar bin ich mir meiner Verantwortung bewusst,
und Kenntnisse kommen mit der Wiederholung.
Es wird jetzt komisch klingen -
fühlen kann ich total mit, 
doch an der Härte muss ich noch arbeiten ...