Mittwoch, 8. April 2026

Du warst einer von viel zu wenigen ... meinem lieben Mann*

Ihr Lieben, ich bleibe noch eine Weile weg.
Mein lieber Mann ist am 26. März verstorben. 
Ich kann nicht schreiben, wie sehr alles schmerzt,
ich kann nicht schreiben, wie sehr er mir fehlt ....


Trauer ist Liebe und die weiß gerade nicht wohin ....

Ich kann gerade nicht auf die Kommentare eingehen, aber ich danke Euch Lieben allen sehr für Euer Mitgefühl .... DANKE ...

Dienstag, 10. März 2026

PAUSE*

Ich habe mich abgestellt.
Nicht in eine Ecke, nein,
einfach so abgestellt.
Habe den Knopf
auf Leerlauf gedreht
in die Gangart einer Schnecke.
(Selbst der Wind
hat sich gedreht.)
Ich bin gestrandet sozusagen
und warte,
dass ich aufgegriffen werde.

Leider muss ich wieder pausieren, Pflege ist, genau so, wie Älterwerden, nichts für Feiglinge.
Euch ALLEN wünsche ich Orientierung am Frühling - Freude, Fröhlichkeit, Kraftzeit, Sonnenschein....

Montag, 9. März 2026

Paradoxes Denken?*

Mein tägliches Schreiben macht mir mein Leben leichter,
ohne, dass mein Leben leichter wird ...

Sonntag, 8. März 2026

Tiere sind vollkommen*

Manchmal möchte ich dieser kleine Vogel sein,
der sich aufschwingt in die Lüfte
mit einem Zweig in seinem Schnabel
mit dem er Weltmeere überfliegt.
Er schafft es hinüberzukommen.
Er hat seinen Zweig dabei,
der ihm hilft, zu überleben,
der zum Floß wird, mitten im Meer.
Auf ihm ruht er aus und lässt sich
mit den Wellen treiben.
Er spürt das Land, ist es noch gar nicht in Sicht.
Dann lässt er den Zweig los,
fliegt locker und leichter weiter -
bis zum Ziel ....

Samstag, 7. März 2026

Ein harmonischer Klang*

Traditionen in gesammelter Musik,
welche Wahrheit singt und Leben spiegelt.
Musik im Duett von Mensch und Natur.
Oft erahnen wir in solchen Tönen nur
dieses Zusammenspiel.
Doch erzählt es uns so viel....

Ein Tag aus dem Bilderbuch.
Träume hängen an kahlen Ästen.
Zu hören sind leise Frühlingsmelodien,
wenn der Wind sich bewegt.
Mein Lächeln zieht für dich dazu sein Kleid aus.

Freitag, 6. März 2026

Manchmal ist das halt so*

Hast du heute schon gegrüßt
und keinen Gruß zurück erhalten?
Hast gelächelt und in eine Grimasse geblickt?
Hast gewunken und wurdest wissentlich übersehen?
Dann gräm dich nicht!
Man muss nicht für ALLES dankbar sein.


Und noch ein Gedicht.
Warum?
Nichts geschieht grundlos.
Vielleicht möchte ich
mein Inneres erkunden,
mich selbst schauen,
ergründen und finden.
Ein Wiedersehen
mit dem eigenen Spiegelbild.

Donnerstag, 5. März 2026

Einfach mal so ...*

Ein klein wenig sollten dir meine Gedanken zu Herzen gehen,

weil sie aus meinem Herzen kommen ....



Mittwoch, 4. März 2026

Senryu an Senryu*


Wohlfühlgefühl
Sonnenstrahlen wärmen mich
Staunen überall
Mein Gefühl trügt nicht
Regen liegt schon in der Luft
Ich spanne den Schirm
Lieb trifft mich dein Blick
Lippen spitzen sich zum Kuss
Ich hab dich vermisst
Russische Schnittchen
Ein LeckerSchmeckerKuchen
von mir gebacken
Vom Sessel schauend
Regen prasselt ans Fenster
Später wird geputzt
Vögel gefüttert
Kopfüber läuft der Kleiber
zum Futterhäuschen

Dienstag, 3. März 2026

Zwei Frühlings-Achtundzwanziger*

Der Weg gesäumt von frischem Grün
Sonne bricht sich morgens ihre Bahn
Noch bläst sich kalter Wind durch leeres Geäst
Schneeglöckchen und Kroküsschen blüh'n
Auch der Forsythia strahlt golden
Morgens weckt mich die Amsel mit ihrem Lied

Achtundzwanziger habe ich von unserem Freund Helmut gelernt.


Montag, 2. März 2026

Einfach IMMER*

 VIELMALS
deinen Namen
den Lippen angepasst
VIELMALS
deine Gedanken
in Gefühle gefasst
VIELMALS
aus ganz Klein
ganz Groß gemacht
VIELMALS
nur mit dem Herzen gedacht
VIELMALS
dich in Liebe verehrt
VIELMALS
alles Trübe abgewehrt
VIELMALS
ist gleich OFT
plus IMMER

Sonntag, 1. März 2026

Rasende Zeit*

Noch zeigt die Stadt sich still.
Der kleine Sonnenstrahl so flach,
lässt den Schatten, den ich trage,
gar nicht zu.
Mein Blick,
auf den Spitzen seiner Zehen stehend,
bestaunt alles Näherkommende.
Und ich fasse an mein Herz,
will es gar nicht glauben -
heut beginnt schon der dritte Monat im Jahr -
der März ...



Freitag, 27. Februar 2026

Ich erzähle für dich - meine Elbe*

Ich Strom, Elbe,
entspringe in Tschechien
im Riesengebirge.
Ich bin gern aufgestiegen, aus der Erde,
denn ich wollte gleich nach meiner Geburt
tief fallen – 40 m als Elbefall.
Auf meinem Weg bin ich
einigen Völkern begegnet,
habe deren Launen zu spüren bekommen.
Im Leben fließt eben alles.
Doch ich blieb, bin immer noch da.
Des Menschen Hunger ist groß.
Sie kommen meinen Ufern zu nah
mit ihren Häusern.
Meistens wollen sie
immer nur das Beste für sich.
Und sie nutzen mich,
um ihren Gewinn zu optimieren.
Schon viel Gift musste ich schlucken,
doch ich sterbe nicht.
Abenteuerliches Leben stirbt nicht so schnell.
Noch bin ich dem Begradigen meiner Ufer entkommen.
Bäume, Buhnen halten mich ein wenig auf,
wenn ich Platz brauche, viel Platz.
Ich kann auch dünn sein, schnürsenkeldünn.
Gern verändere ich mich.
Doch das wisst ihr,
mit jedem Tropfen von mir
wird mein Leben, mein Dasein weiter erzählt.
Jede Welle, die ans Ufer trifft, sieht anders aus,
wirkt anders, ist so einmalig.
Ich mochte lange Zeit Kurven und Längen,
bis ich mein Bett fand.
Ich habe mich mit einigen Flüssen vereint.
Sie stärken mich in meinem Fluss.
Dort treibt es mich noch immer
strebend anzukommen – Nordsee – mein Ziel,
jede Minute, Stunde – immer.
Meine Schönheit grüßt euch alle.
Genießt sie.

Wechselzeiten*

Spannend wird es und die Erwartung ist groß.
Der Winter wird vom Schlaf überrannt.
Bloß noch eine kleine Weile, -
wir haben eh keine Eile -
tritt der Frühling ein mit strotzender Kraft.
Aufatmen. Geschafft. Bald ists soweit.
Und stets kommt es uns so vor,
als wäre die folgende die bessere Jahreszeit.
Hoffentlich hat der März schon ganz viel Mai in sich,
damit sich Wärme fühlen lässt
und strahlend helles Licht.

Samstag, 21. Februar 2026

Lächelnd Freude*

Stets willkommen
ist ein guter Augenblick.
Oft scheint,
als wendet sich
Vertrautes zu.
Dann tausch' ich mit mir selbst
kleine Verlegenheiten aus,
und lächle mir
Freude ins Gesicht.

Freitag, 20. Februar 2026

Frühlingssonne*

Trotz Schnee,
er lässt sich spüren.
Taut unsere Gemüter auf.
Selbst die dämmernde Sonne
gewinnt an Kraft.
Bald ist's geschafft.
Der Frühling taucht treibend
aus seiner Schläfrigkeit empor.
Wir blicken ihm freudig entgegen
und sind ganz Ohr.


Schaut hinaus
Die Zukunft des Frühlings ist gesichert.
Er wagt sich weiter vor,
die Hinweise sprechen für sich.
Der Blick mit blauem Horizont beschäftigt
mit starkem Gefühl bekräftigt.
Sonnenlicht strahlt einer Tugend gleich.

Donnerstag, 19. Februar 2026

Versuch macht klug*

Mich lässt der Anfang
der Fortsetzung schon los,
noch bevor er begann.
Unter den Wörtern
suche ich nach Worten,
die ich bisher nicht fand.
Manches Gedicht wirkt zu hart,
weil ich dafür die Tür viel zu schnell verschloss.
Dann rutscht die Erinnerung nach -
was mache ich bloß?
Meine wahren Gedanken bleiben aus.
Vertrautes geht verloren.
Es ist mir ein Graus,
vielleicht bin ich nicht wirklich
für die Poesie geboren ....

Mittwoch, 18. Februar 2026

Haiku an Haiku*

 Spartakus erwacht
aus Schildkrötenwinterschlaf
Nur Titus träumt noch

Häuschen im Garten
Drinnen kälter als Draußen
Kater schleicht sich raus.

Die Holzbank mit Herz
Verliebte ritzten Namen
Efeu rankt sich hoch

Die Krähe krächzt laut
Eichelhäher gibt Antwort
Freundschaft besteht nicht

Noch sind Zweige kahl
Darauf tummeln sich Meisen
Ein Kleiber am Stamm

Forsythia trägt
goldige kleine Blüten
Die Sonne freut sich

Der Apfelbaumstamm
stark beklopft durch einen Specht
Daraus fließt kein Wein

Schneevolle Äste
brachen großen Tannenzweig
vom Johannes-Baum

Scheunenidylle
Maler skizziert altes Gut
Maus huscht durch das Tor

Februarregen
Schneeglöckchen läuten - Frühling
Wiese farbgestärkt

Enten am Ufer
Elbe zeigt sich geschwollen
Singsang der Amsel

Dienstag, 17. Februar 2026

Winter bringt Zeit*

Nachgerutscht
kommen die Erinnerungen leichter
im Winter
An eisigen Kanten
noch zurecht geschliffen
abgekühlt
Bilder und ganze Sätze
hängen daran
eingefroren
Für den Abend bleiben
Harmonie und Wein
Feuer im Kamin
Still durchziehen sie mich
die Erinnerungen
die frohen warmen
Schaffen inneres Glücklichsein

Unbeschreibliche Begegnung*

Ein WOLF.
Der erste Freilaufende, den ich sah. Gleich nach einer kleinen Gemeinde querte er die Straße von links nach rechts.
Wir mussten deshalb stark bremsen,
hielten dann an und sahen ihm lange hinterher.
Als er auf der rechten Seite war, drehte er sich zu uns um, blieb für einen Moment stehen und fixierte uns mit seinen Augen.
DAS vergesse ich nie!
Er war ein Prachtkerl – groß, stämmig, sein Fell war wunderschön, seine Muskeln im Laufen kraftvoll.
Ich hatte das Handy in der Hand, hätte ihn gut fotografieren können, doch ich hielt einfach nur den Atem an…..

Diese Begegnung war vor sechs Jahren und gestern sah ich wieder einen so nah....

Montag, 16. Februar 2026

Leserunde - Gedichte und Co. mit und von mir*


Nach dem Vortragen meiner Gedichte sprach mich ein Mann an,
groß war er, vom Leben gezeichnet, auch älter schon. Doch seine Augen strahlten
mich an als er sagte: *Sie müssen ein glückliches Menschenkind sein*....
Ich nickte weltvergessen mit einem Lächeln die Bestätigung.
In dem Moment war ich wirklich - glücklich 🙂